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Weiterer Vorschlag: Auch Schwefel und Schlamm könnten ein Thema für die Sendung sein

Eilsen lockt "die Maus" mit zwei eiskalten Ideen

Bad Eilsen (tw). Die Samtgemeinde wird sich darum bewerben, eine Folge der (Kinder-)"Sendung mit der Maus" im Sommer 2007 nach Bad Eilsen zu holen. Gelingt das, würde dem Kurort die Aufmerksamkeit von Hunderttausenden großen und kleinen ARD/WDR-Fernsehzuschauern sicher sein; der Image-Gewinn wäre beträchtlich ...

veröffentlicht am 15.05.2007 um 00:00 Uhr

Zwei von drei Eilser Vorschlägen für die "Maus": die Kältekammer

"Nach dem Bericht in der Landes-Zeitung (26. April, d. Red.) haben sich bei uns mehrere Bürger gemeldet und Vorschläge unterbreitet, was die ,Maus' und damit das Fernsehteam in der Samtgemeinde interessieren könnte", berichtet Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann. So habe Dirk Homeier aus Bad Eilsen angeregt, sowohl die Schwefelquelle, aber auch den Eisvogel zu präsentieren, der - Dank der Aue - in der Gemarkung Heeßen brütet. Der Eisvogel ist eine in Deutschland streng geschützte Art. Er wurde früher von Binnenfischern stark verfolgt. Heute ist er durch die Vernichtung seines Lebensraums bedrängt, da fast alle europäischen Flüsse und auch Bäche inder Vergangenheit ausgebaut oder reguliert, die Tümpel zugeschüttet und die Feuchtgebiete trocken gelegt wurden. "Frau Müller aus Heeßen schlägt vor, neben Schwefel und Schlamm auch seltene Bäume im Kurpark zum Thema der Sendung zu machen", sagt Schönemann. Ingmar Everding aus Bad Eilsen schließlich, verweise auf die Kältekammer im DRV-Rehazentrum, mit welcher der Kurort so etwas wie ein Alleinstellungs-Merkmal habe. Und eben das dürfte nach Dafürhalten Schönemanns der Grund sein, dass die von der Firma "Seus"-Kältetechnik (Wilhelmshaven) konstruierte Kältekammer besonders gute Chancen hat, die Macher der Sendung zu überzeugen. Schließlich reiste im April 2006 sogar eine Medizinerin aus Südkorea, die Oberärztin Professor Hyung-In Yang, eigens von Seoul nach Bad Eilsen, um sich von der Tauglichkeit einer Kältekammer für ihre eigene Klinik zu überzeugen. Die Kältekammer im Reha-Zentrum Bad Eilsen dient dem Lindern von Schmerzen. In der Vorkammer herrschen Temperaturen von Minus 44 Grad Celsius, in der Hauptkammer von Minus 110 Grad Celsius. Bis zu vier Stunden nach einem zwei- bis dreiminütigen Aufenthalt in dem "Eisschrank" werden die Schmerzen weniger. In gleicher Weise nimmt die Leistungsfähigkeit zu. Die Stimmung steigt. Gelenke und Entzündungszellen schwellen ab. Durch einen zwei bis dreimaligen Aufenthalt über den Tag verteilt, können Schmerzmedikamente eingespart werden. Bei wiederholter Behandlung über zwei bis drei Wochen hält dieser Erfolg sogar bis zu vier Monaten an. In der Kältekammer halten Therapeut und Patient über Fenster, Kamera und Gegensprechanlage Kontakt. Zur Erinnerung: Zum 36. Geburtstag des Kinder-Fernsehklassikers geht die "Sendung mit der Maus" auf große Deutschlandreise. Im Rahmen ihrer Initiative "Frag doch mal..." wird das Maus-Team im Sommer 2007 über mehrere Wochen hinweg große und kleine Geheimnisse lüften. Um die interessantesten, witzigsten und geheimnisvollsten Rätsel zu lösen, schickt die Maus Armin Maiwald, Christoph Biemann undRalph Caspers durch das ganze Land. Mit Reportage- und Rätselaufträgen im Gepäck, machen sie sich demnächst auf den Weg und versuchen, Antworten auf die Fragen der Kinder zu finden. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hatte Eilsen aufgefordert, sich an der Mitmachaktion zu beteiligen und dem Fernsehsender Vorschläge für mögliche Drehorte zu unterbreiten.

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