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Standort am Jugendzentrum geplant / Zusatz-Personal / Objekt in zwei Jahren fertig

Eilsen baut neuen Kindergarten - "Übergangsgruppe" im Gemeindehaus

Eilsen (tw). Um das Problem fehlender Kindergartenplätze (wir berichteten) schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, haben die Fraktionen von CDU und SPD im Samtgemeindeausschuss einstimmig entschieden, einen neuen Kindergarten zu bauen; das Objekt mit Standort Jugendheim könnte in etwa zwei Jahren fertig sein.

veröffentlicht am 17.08.2006 um 00:00 Uhr

Kommt hinzu: Während der Übergangszeit soll ab 1. Januar 2007 eine "Übergangsgruppe" für bis zu 27 (demnächst) Dreijährige im Untergeschoss des ev. Gemeindehauses in Bad Eilsen geschaffen werden. Hintergrund beider Maßnahmen: Einem Gesamtbedarf von - demnächst - 175 Plätzen stehen derzeit nur 142 gegenüber. Mit der Folge, dass der "alte" Kindergarten ab Anfang 2007 erhebliche Probleme mit der Unterbringung der Steppkes bekommt. Die Zahl der Kindergarten-Kinder pro Jahrgang liegt bei um die 50. Das wurde als Ergebnis zahlreicher Beratungen gestern auf einer Pressekonferenz deutlich, zu der Samtgemeindebürgermeister Heinz Wischnat auch die Chefs der Eilser Fraktionen - Friedrich Feick (CDU) und Jürgen Schmökel (SPD) - ins Rathaus geladen hatte. "Ein Kindergarten-Standort ,Jugendheim'", so Wischnat, "bietet gleich eine ganze Reihe von Vorteilen". Kein Zeitverzug durch Grunderwerb (das Gelände gehört der Gemeinde) oder Bauleitplanung; Die Außenfläche ist für einen Spielplatz groß genug; Es gibt in der Nähe ausreichend Parkplätze; weil die Samtgemeinde auch hier Eigentümerin ist, kann ihre Zahl bei Bedarf sogar noch verdoppelt werden; Durch die unmittelbare Nähe zur Grundschule sowie zur Sporthalle ergeben sich Synergieeffekte. Ob der Kindergarten als Anbau ans Jugendzentrum oder aber als eigenständiger Baukörper errichtet wird, steht nach Aussage des Verwaltungschefs derzeit noch nicht fest. In jedem Fall aber soll für den neuen Kindergarten auch neues Personal eingestellt werden - eine Leiterin und eine Stellvertreterin. Wischnat: "In der Frage einer erneuten gemeinsamen Trägerschaftlaufen derzeit Gespräche mit der Kirchengemeinde Bad Eilsen und demnächst auch mit der Landeskirche." Die Signale der Pastoren seien "sehr positiv". Der Verwaltungschef zum Zeitplan: "Ende August beginnt die Planungs- und Genehmigungsphase für den Neubau; sie wird etwa sechs Monate dauern." Danach erfolge die Ausschreibung - und dann der Bau. Weil die Samtgemeinde, die das Projekt aus der Rest-rücklage respektive über Kredite finanzieren will, keine Fremdmittel zu erwarten habe, sei mit Verzögerungen nicht zu rechnen. Über die voraussichtliche Höhe der Kosten mochte Wischnat noch keine Angaben machen. Einig sind sich CDU und SPD ebenfalls beim Einrichten derÜbergangsgruppe im Gemeindehaus, einst "Keimzelle" des derzeitigen Kindergartens. Auch hier seien die Gespräche mit der Kirche bereits geführt, auch hier seien die Signale der Pastoren "positiv"; lediglich der Beschluss des Kirchenvorstands stehe noch aus. Bereits kommende Woche soll ein Ortstermin mit dem Landesjugendamt stattfinden. Finanziert werden soll die Ausstattung derÜbergangsgruppe mit den 25 000 Euro, die der Rat zusätzlich in den Haushalt 2006 eingestellt hatte; die gleiche Summe soll 2007 nochmals fließen. Derweil steigt in Eilsen die Nachfrage nach Krippen- sowie Hortplätzen, die die Samtgemeinde derzeit noch nicht anbieten kann: Bedarf besteht laut Wischnat für zwei - je 15 Kinder starke - Krippen- sowie eine Hortgruppe. Stichwort "Ganztags-Grundschule": "Weil sie noch keine ,Pflichtschule' ist, ist die Nachfrage in Eilsen bislang gering", so Wischnat. Sollte sich dieser Trend eines Tagesändern, werde im Gegenzug voraussichtlich die Nachfrage nach Hortplätzen zurückgehen. Daher soll die Raumsituation des neuen Kindergartens schon jetzt so großzügig gestaltet werden, dass sich der Bau auch für schulische Zwecke nutzen lässt.

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