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Lüntorfer Feuerwehr feierte mit Festgottesdienst, Oktoberfest, Tanz und Katerfrühstück

Eigentlich gibt es sie schon seit 76 Jahren

Lüntorf (ubo). „Was macht einen guten Feuerwehrmann oder eine gute Feuerwehrfrau aus?“ Diese Frage stellte Pastor Simon Pabst zu Beginn seiner einfühlsamen Predigt beim Festgottesdienst in der gut besuchten Gymnastikhalle. „Keine Furcht und Panik, überlegte Entscheidungen in schwierigen Situationen.“

veröffentlicht am 22.09.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:21 Uhr

Mit dem Festgottesdienst feierte die Freiwillige Feuerwehr Lüntorf ihr 75-jähriges Bestehen, das mit einem Oktoberfest und einer kleinen Feierstunde bereits am Vorabend begann. Der Musikzug Halvestorf spielte in der weiß-blau geschmückten Halle. Mit zahlreichen Vertretern der Gemeinde, Ortsrat, Gemeindefeuerwehren und örtlichen Vereinen blickte Ortsbrandmeister Ulrich Vogt zuvor in die Geschichte der Wehr, die im Mai 1934 mit 19 Mitgliedern begann. Danach ist die Ortswehr 76 Jahre alt. Doch da die Jubiläen des Schützenvereins und der Feuerwehr zusammen fielen, ließ die Feuerwehr dem Schützenverein den Feier-Vortritt, erklärte Vogt den Gästen.

Bereits 1871 beschaffte die damals eigenständige Gemeinde Lüntorf eine Feuerspritze für 2321 Thaler. Ein von Hand gezogener Spritzenwagen wird 1947 verschrottet und eine Pumpe TS 8/8 angeschafft. Im Laufe der Jahre wurde die Wehr kontinuierlich ausgestattet, allerdings ist das derzeitige Fahrzeug 26 Jahre alt. Die Jugendfeuerwehr Lüntorf ruht aufgrund fehlender Mitglieder.

Bürgermeister Andreas Grossmann dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. „Die Feuerwehr Lüntorf ist aber auch ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Zweimal war Heinrich Bode (von 1934 bis 1949) und (von 1950 bis 1953) Ortsbrandmeister. „Vielleicht bin ich doch mehr mit der Feuerwehr verbunden, als ich gedacht habe“, stellte Ortsbürgermeisterin Rita Bode überrascht fest.

Der festliche Gottesdienst mit einer einfühlsamen Predigt war ein Höhepunkt des 75-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Lüntorf. Fotos: ubo

Einen Blick auf die Finanzen warf Rolf Keller, Vorsitzender des Feuerwehrausschusses. Zwar sei das Feuerwehrwesen von damals mit dem von heute nicht zu vergleichen, jedoch müsse in Zeiten knapper Kassen „das Notwendige mit dem Machbaren verbunden werden“. Für die Erhaltung der Feuerwehr Lüntorf, sprach sich Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke aus. „Wenn es diese Feuerwehr nicht mehr gäbe, würden uns bei Einsätzen wertvolle Minuten fehlen, bis die Kräfte aus dem Emmertal vor Ort sind“, begründete Wöbbecke und schloss mit dem Wunsch, dass die Jugendfeuerwehr wiederbelebt würde, dem sich auch Gemeindebrandmeister Willi Pflughaupt anschloss. „Auch eine Kinderfeuerwehr wäre schön,“ meinte Pflughaupt. Die Jugendarbeit sei zurückgegangen. Jedoch tragen nicht nur die Jugendlichen ihren Anteil daran, sondern auch die Betreuer. „Um die Jugendarbeit wiederzubeleben, ist Engagement gefragt“, so der Gemeindebrandmeister. Begleitet vom Musikzug Weslede klang die Feier mit dem Katerfrühstück aus.



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