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50 000-Euro-Spende soll Zinsen bringen

Eigene Stiftung für Schaumburgs Jugendfeuerwehr

Landkreis (jl). Was macht man, um von einer sehr großzügigen Spende auf lange Sicht zu profitieren? Vor dieser Frage hat die Kreisjugendfeuerwehr vor wenigen Wochen gestanden, als ihr eine Gönnerin 50 000 Euro gespendet hatte. Das Problem ist gelöst, und die Lösung heißt "Stiftung Kreisjugendfeuerwehr Schaumburg". Diese ist ab sofort geschäftsfähig und mutmaßlich die erste ihrer Art bei den niedersächsischen Jugendfeuerwehren.

veröffentlicht am 11.12.2007 um 00:00 Uhr

Auf einen Blick: Mitglieder von Vorstand und Kuratorium der neue

Die Spenderin, die ihren Namen nach den Worten von Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Lohmann nichtöffentlich genannt haben möchte, sei von dem ehrenamtlichen Engagement der Jugendfeuerwehren sehr angetan. Das sei der Grund für das finanzielle Engagement der Frau. Das Geld sollte nach dem Willen von Lohmann und Mitstreitern nicht normal auf einem Sparbuch oder Girokonto geparkt und dann verbraucht werden. "Wir haben beschlossen, es dauerhaft zu erhalten und uns für die Gründung einer Stiftung entschieden", erklärte Lohmann. Das bedeutet, dass die Schaumburger Jugendfeuerwehren aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals profitieren und nicht aus dem Grundstock. Dieser darf laut Stiftungsrecht nicht angetastet werden. Er kann aber jederzeit aufgestockt werden. "Zustiftungen sind immer möglich", betonte Lohmann auf Anfrage. Beträge in jeglicher Höhe seien möglich. Die Gründung einer Stiftung erfordert das Überwinden etliche bürokratischer Hürden. Diese hat die neue Einrichtung inzwischen genommen. Letzter Akt war die Genehmigung aus dem niedersächsischen Innenministerium, das als Stiftungsaufsicht fungiert. Dazu gehören auch Gremien, die ebenfalls inzwischen bestellt sind. Diese spiegeln nach Lohmanns Worten "alle Ebenen der Kreisfeuerwehr wider". Stiftungsvorsitzender ist Lohmann. Dessen Vize ist Gerald Pohl, der auch Lohmanns Stellvertreter bei der Kreisjugendfeuerwehr ist. Den Vorstand bilden Jens Ostermeier, Geschäftsführer des Fördervereins der Kreisjugendfeuerwehr, und Petra Kleine, die Schriftführerin des Vereins. Dritte Säule der Stiftung ist das Kuratorium. Es besteht aus Ralf Hoffrichter, Jan Heinemann, Frank Prietzel, Harald Löffler, Günter Schneider und Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Mit den Erträgen aus dem Kapital soll laut Lohmann nicht etwa der Luxus Einzug bei den Jugendfeuerwehren halten, sondern es sollen "die Aufgaben erfüllt werden".



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