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Vorsitzender ehrt Bildhauer Josef Hauke / "Paradestück" Eishalle

Ehrenmitglied für die "Runde"

Lauenau (nah). Der Flecken will zu einem "kulturellen Zentrum" werden. Beim Neujahrsempfang der "Lauenauer Runde" verwies Bürgermeister Heinz Laufmöller auf die Möglichkeiten im kürzlich eingeweihten "Sägewerk". Gemeindedirektor Uwe Heilmann: "Der Rat war gut beraten, sich dieser Immobilie zu öffnen." Zur Kulturförderung nehme die Gemeinde auch Geld in die Hand. Auf ein bereits erfolgreiches "Paradestück" wies der Vorsitzende der "Runde", Heyno Garbe, hin: "Die Eishalle zieht Besucher aus der Wedemark und dem Leinebergland an."

veröffentlicht am 04.01.2008 um 00:00 Uhr

Premiere bei der Lauenauer Runde: Vorsitzender Heyno Garbe (r.)ü

Mehr als 120 Einwohner aus Lauenau und den umliegenden Orten haben die schon zur Tradition gewordene Gelegenheit genutzt, sich gegenseitig Gutes für das neue Jahr zu wünschen. Mehr noch aber galt die Aufmerksamkeit den Neuigkeiten, die aus der "Runde" und der Kommunalpolitik signalisiert wurden. Garbe erinnerte an besondere Ereignisse der vergangenen zwölf Monate, unter anderem an die Wirtschaftsschau, den Gedenkstein für die Wüstung Venreder und den "Tag des offenen Denkmals". "Lauenau ist im Gespräch", bilanzierte er die ehrenamtliche Imagepflege seiner Gemeinschaft und dankte den zahlreichen Helfern. Stellvertretend wurden Ute Kühl, Gabi Neumann, Brigitte Wehrhahn und Carola Krzon ausgezeichnet. Ein Novum hatte sich unmittelbar vor der Veranstaltung ereignet, als Garbe dem Lauenauer Bildhauer Josef Hauke die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Der Künstler hatte in den vergangenen Jahren mehrere Werke dem Flecken gewidmet und dabei auf eigene Honorare verzichtet. Seine Arbeiten seien der Dank an die Bevölkerung für die freundliche Aufnahme, die die damals junge Familie nach ihrer Vertreibung erfahren habe. Der 87-Jährige konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst zum Neujahrsempfang kommen. Laufmöller lobte die "Runde", dass sie "erfolgreich unterschiedliche Meinungen und Strömungen zusammen bringt". Als wichtigste kommunale Maßnahmen zählte er die Sanierung des Gebäudes 1 im Gewerbepark und dessen Vorplatz auf und rechtfertigte die Entscheidung für ein Darlehen: "Kredite dürfen nur dort aufgenommen werden, wo später Einnahmen zu erwarten sind." Bereits jetzt sei ein großer Bedarf für Wohnungen, Läden "und auch ein Saal für Familienfeiern" erkennbar. Am Beispiel des mit einer Neugestaltung einhergehenden Ausbaus der Coppenbrügger Landstraße betonte der Bürgermeister, dass "die Politik auch Kritik aushalten" muss: "Geduld zahlt sich aus." Jetzt seien für das Projekt Zuschüsse zu erwarten. Hätte die Gemeinde vorher unterschiedlichen Forderungen Rechnung getragen, wären es doch nur "teure provisorische Lösungen" geblieben. Beide großen Projekte sollen bis zum Jahr 2009 fertiggestellt sein. Weitere Vorbereitungen für das dann zu feiernde Lauenauer Ortsjubiläum seien in vollem Gange: "Die Sache kriegt richtig Schwung." Einen ganz eigenen Beitrag dazu will Gemeindedirektor Heilmann leisten. Er hält Kontakt zur spanischen Kleinstadt Pedrajas, dessen Orchester freundschaftliche Kontakte mit dem hiesigen Fanfarenzug Antendorf pflegt. Pedrajas feiert in diesem Sommer ein Jubiläum, zu dem unter anderem auch Heilmann reisen wird - mit Einladung zum Gegenbesuch in Lauenau.

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