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Irmtraut Exner dankt ihrem DRK-Team für die Blutspendeeinsätze / Regelmäßiges Frühstück zum Kontakteknüpfen

"Ehrenamtliche Arbeit muss einfach Spaß machen"

Rinteln (who). Bei den jährlich fünf Blutspendeterminen des DRK Ortsvereins Rinteln in der Dauestraße ist deutlich zu spüren, dass jedes Mal so viele Spender kommen, weil das hochmotivierte Helferteam um Irmtraut Exner zu der netten Atmosphäre beiträgt. "Ehrenamtliche Arbeit muss Spaß machen", stellte die Organisatorin am praktischen Beispiel des monatlichen Frühstückstreffens für ihre Frauen im Bistro "Stadtgarten" vor.

veröffentlicht am 14.02.2008 um 00:00 Uhr

Beim Frühstücksstammtisch, der zweimal im Monat im "Stadtgarten"

Exner erzählte dazu die Vorgeschichte: Mindestens 27 Helferinnen sind nötig, um die Spender vor und nach der Blutabgabe zu betreuen und anschließend mit dem berühmten Stärkungsimbiss zu versorgen. Bei der Registrierung am Computer im Ruheraum und im Küchenbereich wird Zwei-Schicht-Betrieb gefahren undviele der Helferinnen haben darum früher kaum Gelegenheit gehabt, sich gegenseitig kennen zu lernen. "Deshalb habe ich mir lange Gedanken gemacht, wie wir als Rotkreuz-Familie noch enger zusammenwachsen können", erklärt sie. Das Ergebnis ist ein lockerer Frühstücksstammtisch für die Helferinnen an jedem zweiten Mittwoch im Monat ab neun Uhr morgens. "Dazu muss man sich nicht anmelden und alle dürfen kommen, wann es am besten in ihren Zeitplan passt", hakt Irmtraut Exner wieder ein. Ihr freiheitliches Konzept funktioniert offenbar prima, wie die fröhliche Runde im Stadtgarten zeigt: Rund 20 Frauen haben sich um die lange Tafel geschart, und das sogar zeitnah. "Wir werden inzwischen von ganz alleine immer mehr und die Frauen kommen von selber und fragen, ob sie bei uns mitmachen können", freut sich Irmtraut Exner und meint damit zunächst den praktischen Dienst bei der Blutspende, für den immer mindestens 30 Helferinnen zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt, weil auch für Fahrgemeinschaften gesorgt ist. Dass sie auch zum Frühstückstreffen kommen, ist selbstverständlich. Der Grund ist für alle derselbe: Es ist leicht, Bekanntschaften zu schließen und sich für andere Unternehmungen außerhalb des Dienstes beim Roten Kreuz zu verabreden. "Wir haben 2007 sehr viel gemeinsam unternommen", fährt Irmtraut Exner fort. Ihr Rundum-sorglos-Paket trifft ins Schwarze. Viele alleinstehende Frauen jenseits des Berufslebens haben Freude an den Aufgaben bei den Blutspendeterminen gefunden und genießen die Zugaben durch soziale Kontakte. So hat zum Beispiel Wanda Bockisch erfüllende Aufgaben und neue Freunde beim Roten Kreuz gefunden. "Früher hatte ich eine große Familie und heute lebe ich gerne allein", verrät sie. Dass sie eben trotzdem nicht alleine ist, liegt am Roten Kreuz. Getreu der Maxime von Irmtraut Exner - "Jeder soll das tun, was er am besten kann und gerne tut" - ist die frühere Floristin zuständig für die Dekoration und Gestaltung rund um die Blutspendetermine. Auch Jutta Gille ist vor mehr als zwei Jahren in den Vorruhestand gegangen. "Und seitdem mache ich beim Roten Kreuz mit", erklärt sie. Dabei hat sie erfahren, dass es nicht bei nur einer neuen Tätigkeit im Ruhestand bleibt, wenn man einmal den Einstieg gemacht hat. Denn: Jutta Gille und ihr Ehemann Erich sind auf dem Weg übers Rote Kreuz gefragt worden, ob sie sich vorstellen könnten, Rollstuhlfahrer aus dem Seniorenheim in der Landgrafenstraße zu betreuen. Sie konnten - und haben ihre Kreise damit noch weiter gezogen.

Für Irmtraut Exner (l.) muss ehrenamtliche Arbeit Spaß machen. M
  • Für Irmtraut Exner (l.) muss ehrenamtliche Arbeit Spaß machen. Margret Lux, die neue Küchenleiterin, dankte ihr für die fürsorgliche Betreuung.


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