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Grundschulleiter geht in den Ruhestand und hinterlässt „ein großes Loch“

Ehlerding gibt zum letzten Mal den Ton an

Lauenhagen. Er hat den Kindern rund 30 Jahre lang Lesen und Schreiben beigebracht, hatte für jedes Konzept die passende Exceltabelle auf Lager und fegte sogar den Schulhof, wenn man ihn ließ – Klaus Ehlerding, Leiter der Grundschule Lauenhagen, scheidet mit 66 Jahren aus dem Schuldienst aus. In einer Feierstunde erntete er viel Lob und Anerkennung von Lehrern, Gästen und Schülern, die mit Theater und Musik für einen festlichen Vormittag sorgten.

veröffentlicht am 28.01.2014 um 19:07 Uhr

„Neugierig, liebevoll und fordernd“ – brachte es Niedernwöhrens Samtgemeindebürgermeister Marc Busse auf den Punkt. Seit 1988 unterrichtete Ehlerding in Lauenhagen, 1991 wurde er Konrektor, 2008 übernahm er die Schulleitung. Dabei war er sich anfangs gar nicht sicher, „ob ich mit den Kleinen überhaupt arbeiten kann“, sagte Ehlerding bei seiner Verabschiedung. Denn bevor er zur Grundschule kam, war er zunächst Lehrer an der Hauptschule in Bad Nenndorf. „Heute bereue ich das nicht“, sagte er über die Zeit als Grundschullehrer.

Ehlerding sei bei den Kindern stets beliebt gewesen, immer flexibel, vielseitig und engagiert, lobte Uwe Mensching, Regierungsschuldirektor in Niedersachsen, den künftigen Pensionär. Dass seine Stärken und Interessen in der Erziehung und Pädagogik liegen, habe Ehlerding allerdings erst nach einigen Umwegen entdeckt. Zuerst absolvierte er eine Ausbildung bei der Sparkasse und arbeitete dort einige Jahre, bevor er die Zahlen an den Nagel hängte, um zu studieren.

Anerkennung gab es auch von Martin Banser, der die Schulleitung kommissarisch bis zum 1. August übernimmt. Der Name des Nachfolgers sei noch nicht offiziell, erklärt Mensching, fest stehe aber, dass es niemand aus dem Lauenhäger Kollegium sei. Banser lobte Ehlerdings Einsatz und Organisation, die auch bei Konferenzen und Sitzungen der Lehrer Eindruck hinterließ. „Mit den Jahren sind wir alle ein wenig Ehlerding geworden“, scherzte Banser über die ansteckende Arbeitsweise des Rektors.

Und weil sich Ehlerding für den Ruhestand vorgenommen hat, einen Laptop anzuschaffen, bekam er vom Schulelternrat einen kleinen Vorgeschmack geschenkt: eine Laptop-Torte aus Marzipan. Alle waren sich bei der Verabschiedung einig: Ehlerding werde ein großes Loch hinterlassen. Ehlerdings Fußstapfen gelte es erst einmal zu füllen. kil



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