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Keine Zeugen, keine offenkundige Unfallursache: Polizei steht vor einem Rätsel

Ehepaar stirbt am Straßenbaum

Das Ehepaar aus Nienbrügge ist gestern früh in den Trümmern seines Mercedes gestorben. Foto: rg Stadthagen (jl). Gestern am frühen Morgen sind nach Angaben der Polizei ein 56-jähriger Mann aus Nienbrügge und dessen 54-jährige Ehefrau in den Trümmern ihres Mercedes auf der Lauenhäger Straße gestorben, nachdem das Auto frontal gegen einen Baum geprallt war. Der Unfallhergang gibt der Polizei Rätsel auf.

veröffentlicht am 28.04.2007 um 00:00 Uhr

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Das Ehepaar war gestern Morgen gegen 4 Uhr nach jetzigen Erkenntnissen auf dem Weg von Nienbrügge zum Stadthäger Bahnhof. Kurz vor dem Stadthäger Ortseingang ist es passiert: Der von der Frau gelenkte Mercedes ist nach Spurenlage etwa 100 Meter vor der Unfallstelle nach links von der Fahrbahn abgekommen, muss dann ins Schleudern gekommen sein und ist frontal gegen einen Baum geprallt. Als wenige Minuten später eine Funkstreifenbesatzung am Unfallort eintraf, "qualmte das Talkumpuder der ausgelösten Airbags noch", wird einer der Beamten im gestrigen Polizeibericht zitiert. Die Beamten und die hinzugezogenen Rettungskräfte konnten nichts mehr für die Fahrzeuginsassen tun. Das Ehepaar hatte den Unfall nicht überlebt. Von da an begann das Rätselraten der Ermittler, weil es keine offenkundige Unfallursache und nach jetzigem Stand der Dinge keine Zeugen gibt. Die Straßenverhältnisse scheiden angesichts der trockenen Witterung und nicht beeinträchtigten Sichtverhältnisse nach Einschätzung der Ermittler aus. Als wahrscheinlichste Unfallursache kommt nach den Worten von Polizeisprecher Axel Bergmann ein Wildunfall in Frage. Auf dem Straßenabschnitt gebe es häufig Wildwechsel, und für diese Annahme spreche, dass das Auto nach links und nicht nach rechts von der Fahrbahn abgewichen sei. Der Mercedes muss relativ schnell gefahren sein. Dafür sprechen die etwa 100 lange Bremsspur bis zum Baum, die enorme Verformung des Autos und eben die tödlichen Unfallfolgen. Beide Insassen waren laut Bergmann nicht angeschnallt. Eine Möglichkeit, die den tragischen Ausgang noch erklären könnte, wird noch untersucht: Der Mercedes wurde beschlagnahmt, um ihn auf technische Mängel zu prüfen.



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