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Vor Gericht: Verletzter verweigert Aussage

Ehemann mit Messer attackiert - Freispruch

Rinteln (maf/wm). Eine 41-jährige Frau aus der Rintelner Innenstadt, die ihren Ehemann mit dem Brotmesser attackiert haben soll, ist jetzt von Amtsrichter Christian Rost freigesprochen worden. Vor Gericht verweigerte der inzwischen von seiner Frau getrennt lebende 47-jährige Mann die Aussage. Unmittelbare Tatzeugen gibt esnicht. Staatsanwalt Frank Hirt wie Verteidiger Gunter Mücke plädierten auf Freispruch für die Hausfrau und Mutter von einem 20-jährigen Sohn und einer minderjährigen Tochter - Richter Rost folgte diesen Anträgen.

veröffentlicht am 21.02.2008 um 00:00 Uhr

Zugetragen hat sich der Fall an einem Oktoberabend im Jahr 2006, an dem die beiden stark alkoholisierten Eheleute in Streit geraten waren - wohl nicht zum ersten Mal. Die 41-Jährige erinnerte sich vor Gericht, ihr Mann habe noch mehr trinken wollen, sie ihm dafür Geld geben sollen, damit er sich weiteren Alkohol habe besorgen können. Das sei der Auslöser für den zuerst verbalen, dann handgreiflichen Streit gewesen. Nach der Version der Ehefrau habe sie versucht zu flüchten, der Ehemann sie die Treppe heruntergezogen, auf der sie dann liegen geblieben sei. Dann sei ihr Sohn gekommen, der Ehemann aus dem Haus gelaufen. Die Anklage sah den Streitverlauf anders: Danach soll die Ehefrau, bei der später eine Blutprobe zwei Promille ergeben hat, ihren Ehegatten mit einem Brotmesser attackiert haben. Der Mann habe eine klaffende Wunde erlitten bei dem Versuch, sich zu wehren. Die Polizei, die nach einem Anruf des Ehemannes in der Wohnung eintraf, fand ein Messer im Holzfach des Kaminofens. Ob an diesem Messer Blutspuren entdeckt worden sind oder nicht, war dem Polizeibericht nicht zu entnehmen - für Verteidiger Gunter Mücke Anlass, darauf hinzuweisen, dass die Beamten doch sicher vermerkt hätten, wenn sie Blut gefunden hätten.



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