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Spiel, Sport, Spaß: 25 Teilnehmer fahren zur einwöchigen "Juleica"-Ausbildung nach Ruhpolding / Am Freitag geht's los

Egal ob 16 oder 48 Jahre - alle wollen Jugendleiter werden

Obernkirchen (clb). Am kommenden Freitag um 7 Uhr morgens geht es los: 25 Teilnehmer, vier Betreuer und ein Busfahrer haben zehn Stunden Fahrt vor sich. Ziel ist das idyllische, am Alpenrand gelegene Ruhpolding, in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze. Dort lassen sich die 25 Teilnehmer, zwischen 16 und 48 Jahren alt und aus dem gesamten Landkreis stammend, in einem einwöchigen Lehrgang zu ehrenamtlichen Jugendleitern ausbilden - und bekommen abschließend eine Jugendleiter-Card - die sogenannte "Juleica" - ausgehändigt, die sie berechtigt, eigenverantwortlich Jugendgruppen oder -vereine zu betreuen.

veröffentlicht am 01.03.2008 um 00:00 Uhr

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Die inzwischen bundesweit verbreitete und anerkannte Ausbildung, die als Ergänzung zur verbandlichen Jugendarbeit dienen soll, wurde vom Landkreis Schaumburg in Kooperation mit der Stadtjugendpflege Obernkirchen erstmals vor 27 Jahren veranstaltet - damals noch unter dem Namen "Jugendleiteraus- bildung", wie sich Kreisjugendpfleger Friedrich Mensching erinnert. Vor 27 Jahren hat er, gemeinsam mit dem Obernkirchener Stadtjugendpfleger Erhard Vinke, zum ersten Mal eine solche Fahrt begleitet - und auch heute sind beide noch immer als "Teamer" mit dabei. Komplettiert wird das insgesamt vierköpfige Betreuungsteam durch den Sozialpädagogik-Studenten Karl Christian Damke sowie die ausgebildete Erzieherin Sarah Kiehnel. Die Inhalte des einwöchigen Lehrgangs sind breitgefächert - und umfassen Themen wie Jugendschutz, Motorik, Aufsichtspflichten und rechtliche Fragen. Einen großen Teil der Ausbildung wird zudem das Thema "Spiel" einnehmen, dass bereits beim zweiten Vorbereitungstreffen am Mittwoch im Jugendzentrum von Erhard Vinke und Friedrich Mensching angesprochen wurde. Zum Veranschaulichen konnten sich die 25 Teilnehmer anhand von Gruppenspielen wie "Kreuz und quer" oder Bierdeckelsuche mit verbundenen Augen an das Thema herantasten und sich gegenseitig schon etwas näher kennenlernen. Anschließend wurden Zwecke und Ziele von Spielen gemeinsam zusammengetragen. Dazu ging Erhard Vinke näher auf die psychologischen Aspekte ein: Spiele seien für Kinder mehr als ein Zeitvertreib, dort hätten sie die Möglichkeit, Selbstvertrauen sowie soziale, physische und psychische Fähigkeiten zu erlernen und sich individuell zu entwickeln. Etwa 70 bis 80 Prozent für ihr späteres Leben würden Kinder bis zu ihrem 12. Lebensjahr lernen, machte der Sozialpädagoge deutlich. "Was ich als Kind nicht lerne, werde ich auch später nie wieder lernen." Egal ob Tonfall, Mimik oder Gestik - gerade kleine Kinder würden alles von Erwachsenen imitieren und "aufsaugen wie ein Schwamm". Irgendwann,in der Regel zwischen 13 und 14 Jahren, sei dieser Schwamm voll, die dann vorhandenen Funktionen werden vernetzt und verknüpft. Man lerne zwar noch weiter, jedoch nur auf Basis dieses Schwamms, der sozusagen als "Stamm" gegeben sein müsse, so Vinke. Die 25 Teilnehmer der diesjährigen Ruhpoldingfahrt sind übrigens bunt zusammengewürfelt und kommen aus den verschiedensten Einrichtungen und Bereichen - angefangen von DLRG-Betreuern bis hin zu engagierten Sportvereinsmitgliedern. Mit 16 bis 48 Jahren reicht auch die Altersspanne der Teilnehmer sehr weit auseinander, was jedoch fast nie zu Problemen führt. "Ich bin jedes Mal überrascht, wie harmonisch so eine Gruppe sein kann", sagt Friedrich Mensching. Und sieht auch bezüglich seiner neuen "Mischung" optimistisch dem kommenden Freitag entgegen...



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