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Schandfleck weicht Anlieferfläche für geplanten Neukauf / Bürgerinfo am 19. April / Aussprache mit Markant-Betreibern

Edeka kauft "Huck"-Brache: Es wird ein Markt im Grünen!

Bad Eilsen (tw). Überraschungs-Coup der Edeka Minden-Hannover Holding GmbH: Nach dem Kauf der Schaumburg-Klinik (wir berichteten) hat der Konzern jetzt auch die 960 Quadratmeter große "Huck"-Brache an der Ortsgrenze zwischen Bad Eilsen und Heeßen erworben. Das seit vier Jahren leerstehende und 1920 errichtete Wohnhaus samt Schaufensterzeile soll abgerissen, das Gelände dem geplanten Edeka-Neukauf zugeschlagen werden.

veröffentlicht am 13.04.2006 um 00:00 Uhr

"Damit schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe", sagt Andreas Stegemann. Der Geschäftsführer Edeka Immobilien-Service: "Zum einen verschwindet - nach der Schaumburg-Klinik - mit der Huck-Brache ein weiterer Schandfleck, der das Ortsbild entstellt, von der Bildfläche." Zum anderen werde es durch den Erwerb des Geländes möglich, den Edeka-Neukauf "aus einem Guss" zu planen. Klartext: Der geplante Lebensmittelmarkt soll weiter in Richtung Buchholz verschoben werde - wodurch die vorgelagerten Parkplätze am Knotenpunkt Arensburger-/Bahnhofstraße (noch) mehr Grün erhalten. Wie Stegemann auf Anfrage mitteilt, hat Edeka die Huck-Brache,über die künftig die Anlieferung erfolgen soll, von einer Bürgerin aus Meerbeck gekauft; die hatte sich das Areal im Zuge der damaligen Zwangsversteigerung gesichert. Mit der Entscheidung für den Erwerb habe der Konzern eine Anregung von Ratsmitgliedern aus Bad Eilsen aufgegriffen. Doch das ist noch nicht alles. Auch mit der in Eilsen heiß diskutierten Frage: "Was passiert mit dem Markant-Markt, wenn Edeka baut?" hat sich Stegemann beschäftigt. Konkret: "Ich habe die Betreiber-Familie Hohmann in mein Büro nach Minden eingeladen", so der Geschäftsführer Immobilien-Service. Gemeinsam seien die Stärken des Markant-Marktes herausgearbeitet worden, die auch dann Bestand behielten, wenn der Edeka-Neukauf auf dem Areal der Schaumburg-Klinik Wirklichkeit werde: Markant sei und bleibe der zu Fuß erreichbare Versorger für den Westen Bad Eilsens; Markant habe und behalte einen hohen Anteil von Stammkunden; Markant sei als Kommunikationstreffpunkt etabliert; Markant habe und behalte ein gutes Angebot an Backwaren und Frischfleisch; Markant habe in seinen Räumen eine der umsatzstärksten Postfilialen im Umkreis. Bleibt die nicht minder heiß diskutierte Frage der Architektur des geplanten Marktes: Die Pläne, die der Bad Eilser Architekt Heinz-Dieter Söfker (hds) vorgelegt hat, sind lediglich eine "Diskussionsgrundlage", betont Stegemann. Und ergänzt: "Was uns von unseren Mitbewerbern unterscheidet, ist, dass wir Eingang, Außenfassade und Dachkonstruktion frei gestalten können. Das gibt unseren Immobilien ihr individuelles Aussehen. Fest stehe schon jetzt: Der Markt, den der Konzern für Bad Eilsen plant, wird speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten sein. So werde es breite Gänge zwischen den Regalen geben, auf denen sich Einkaufswagen und Rollatoren problemlos begegnen können. Außer besagten Einkaufswagen soll es auch Einkaufskörbe geben. Last, but not least würden alle Waren auf augenfreundlichen Großdisplays beworben; Waren übrigens, die, um den vielen Single-Haushalten Rechnung zu tragen, durchweg auch in Kleinverpackungen erhältlich seien. Übrigens: Edeka lädt alle interessierten (Bad) Eilser zu einer Präsentation der Marktpläne ein. Die Bürgerinfo findet am Mittwoch, 19. April, zm 19 Uhr im Haus des Gastes (Restaurant Nautilus) statt. Jeder, dem die Zukunft Bad Eilsens am Herzen liegt, ist willkommen. Und: Um speziell Ratsmitgliedern ein Gefühl für die Dimension des künftigen Marktes zu geben, lädt Edeka die Politiker für Montag, 24. April, um 18 Uhr ein, den Edeka-Neukauf in Preußisch Oldendorf/Ortsteil Holzhausen zu besichtigen. Er soll von Größe und Konzept demjenigen entsprechen, den der Konzern in Bad Eilsen plant.

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