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Unternehmen fasst die Lager Minden und Sarstedt zusammen / 700 Mitarbeiter sollen mitziehen

Edeka investiert in Lauenau 100 Millionen Euro

Lauenau/Minden (bab). Nun ist es amtlich: Edeka investiert groß im „Logistikpark“ Lauenau. Wie die Edeka Minden-Hannover mitteilt, soll das Regionallager, für das das Unternehmen 100 Millionen Euro ausgeben wird, Anfang 2011 dort in Betrieb gehen. Die Lager in Minden und Sarstedt werden geschlossen. Deren insgesamt 700 Mitarbeitern werden Arbeitsplätze in Lauenau angeboten. Ob zu den verlagerten noch zusätzliche Stellen kommen, steht derzeit nicht fest.

veröffentlicht am 02.02.2009 um 19:54 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Ein modernes, optimiertes Regionallager mit zeitgemäßer Technik

Seine Pläne erläuterte Edeka gestern in einer Presseerklärung. Darin heißt es, dass an der Autobahn 2 in Lauenau der neue Logistikstandort des Unternehmens errichtet wird. Baubeginn ist für Herbst 2009 vorgesehen. Die Entscheidung sei auch deshalb für Lauenau gefallen, „weil wir mit der Samtgemeinde Rodenberg zügig vorangekommen sind“, so Andreas Laubig, Sprecher von Edeka Minden-Hannover. Auch die verkehrliche Anbindung und die günstige Lage innerhalb des Absatzgebietes seien Gründe.

Ein Grundstück von

340 000 Quadratmetern

100 Millionen Euro investiert das Lebensmittelunternehmen nach eigenen Angaben in das Projekt. „Es ist in dieser Zeit wichtig, dass so ein Investment geleistet wird. Das ist das Konjunkturpaket schlechthin“, kommentierte Rodenbergs Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann gestern die Nachricht, die er sehr begrüßte. 340 000 Quadratmeter wird die Fläche groß sein, die das Unternehmen kauft. Das Lager selbst soll 55 000 Quadratmeter in Anspruch nehmen. Es wird damit die Standorte Minden und Sarstedt ersetzten, wo die Firma zurzeit jeweils 20 000 Quadratmeter Lagerfläche bewirtschaftet. An beiden Orten sei eine Erweiterung aus baulicher und standortbedingter Sicht nicht möglich. Detaillierte Angaben zu dem neuen Gebäudekomplex seien derzeit noch nicht möglich, da sich Edeka noch in den Feinplanungen befinde. Die Einzelheiten im Planungsprozess müssten noch abgeklärt werden, sagte Laubig.

Auch die Samtgemeinde und die durch Gebietsrecht beteiligten Kommunen Lauenau, Apelern und Pohle sowie der Landkreis Schaumburg haben bis zum Herbst noch einige bürokratische Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehöre die Ausarbeitung von Verträgen und die baurechtlichen Schritte, so Heilmann.

Der Neubau, von dem aus in zwei Jahren 1550 Märkte der Marken Edeka und NP sowie kleinere Vertragsläden beliefert werden sollen, sei durch die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens notwendig geworden, erläutert die Pressestelle. Das erfordere eine Ausweitung der Lagerkapazitäten. Edeka Minden-Hannover sei die größte Regionalgesellschaft innerhalb des Unternehmens und habe im Jahre 2008 ihren Umsatz um 18 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro erhöht.

Auch Lager Wunstorf

und Laatzen entfallen

Ziel des geplanten Regionallagers sei, eine zeitgemäße Gebäude- und Lagertechnik einzuführen. Außer der Schließung in Minden und Sarstedt will Edeka auch die gemieteten Lager in Wunstorf und Laatzen nach dem Neubau nicht weiterbetreiben. Die Warenannahme, Lagerung, Kommissionierung und Auslieferung an den Einzelhandel erfolgt derzeit über acht Lagerstandorte in Wiefelstede bei Oldenburg, Osterweddingen bei Magdeburg, Stendal, Landsberg bei Halle, Spreeau und Mittenwalde bei Berlin sowie Minden und Sarstedt.

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