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Rat beschließt B-Plan "Am Weinberg" / Umstrittene Umsiedlung nun ad acta

E-Center und Aldi auf den Weinberg: "Wir wollen nächstes Jahr eröffnen"

Bückeburg (rc). Der Rat hat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend zwei wichtige Bebauungspläne im Bereich der Weststadt beschlossen: Zum einen den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan "Am Weinberg", mit dem der Bau des neuen E-Centers und die Verlagerung des Aldis aus der Innenstadt nach über fünfjähriger Planungsphase ermöglicht wird; zum anderen die Änderung des Bebauungsplans "Am Hasengarten", mit dem "Bauerngut" dringend benötigte Stellflächen auf seinem inzwischen sehr beengten Grundstück bauen kann. Beide B-Pläne wurden jeweils einstimmig und ohne Diskussion abgesegnet.

veröffentlicht am 15.09.2007 um 00:00 Uhr

Zwei Bebauungspläne sind im Rat verabschiedet worden: Der eine r

Für den Weinberg bedeutet der Beschluss, dass die Edeka und ihr Projektplaner umgehend mit dem Neubau des fast 4000 Quadratmeter großen Verbrauchermarktes beginnen kann, denn gestern Morgen ging bei der Stadtverwaltung nach Auskunft des Baubereichsleiters Karlheinz Soppe auch die Genehmigung des Landkreises für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans ein. Wie der Pressesprecher der Edeka Minden-Hannover, Andreas Laubig, auf Anfrage mitteilte, soll der Bauantrag umgehend eingereicht werden: "Wir wollen nächstes Jahr eröffnen." Im Rat hatte Soppe noch einmal die Grundzüge des B-Plans und kleine Änderungen erläutert, die nach der dritten Auslegung des Plans noch eingearbeitet werden mussten. Die wesentlichen Grundzüge zu Schallschutz, Grenzabständen und baulichen Ausrichtungen waren bereits mit der zweiten Änderung festgezurrt worden (wir berichteten). Gegen die Umsiedlungspläne hatten Anwohner mehrfach Bedenken erhoben und es mit ihren Einwänden geschafft, dass das Planverfahren nach der ersten öffentlichen Auslegung noch einmal komplett neu aufgerollt wurde. "Wir ziehen einen Schlussstrich unter langjährige Planungen", sagte der stellvertretende Chef der Mehrheit von SPD / FDP / Grüne / Unabhängige, Bernd Schierhorn, im Rat, der als einziger das Wort ergriff. Die Politik könne nur Rahmenbedingungen schaffen und versuchen, Einkaufsmöglichkeiten für die Stadt zu erhalten. Die Politik habe vor dem Dilemma gestanden, den Umsiedlungen zuzustimmen oder sie zu verweigern, mit der Folge, dass möglicherweise beide Einkaufsmöglichkeiten komplett geschlossen worden wären. Abschließend: "Wir sind sicher, dass wir einer gründlich vorbereiteten und abgewogenen Planung zustimmen." Einstimmig wurde die Satzung für den B-Plan "Hasengarten" gefasst. Bauerngut kann damit 4000 Quadratmeter von Kölling-Glas kaufen, um weitere Stellplätze bauen zu können. Gleichzeitig wird Kölling ermöglicht, ein Areal westlich des Firmensitzes zu erwerben und dort Stellplätze zu schaffen. Da beide Flächen bisher als Ausgleichsflächen ausgewiesen sind, muss in der Bückeburger Niederung eine rund 17 000 Quadratmeter große, stadteigene Fläche als Kompensationsfläche ausgewiesen werden. Was im Bau- und Umweltausschuss noch für heftige Auseinandersetzungen gesorgt hatte, war im Rat schnell erledigt: Die Stadtverwaltung wurde verpflichtet, den Erlös für den Ankauf weiterer Kompensationsflächen zu verwenden.



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