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Firma versteht Proteste in Kleinenbremen und Todenmann nicht / Staubfiltration von Beginn an geplant

Dyna Energetics weist Behauptungen als falsch zurück

Kleinenbremen/Burbach (ly). Im Streit um Sprengungen in der Kleinenbremer Grube Bergmannsglück nimmt Dyna Energetics (Burbach/Siegerland) "die Sorgen und Ängste der Bürger sehr ernst". Gleichzeitig weist das Unternehmen Behauptungen als ganz oder teilweise falsch zurück.

veröffentlicht am 22.01.2008 um 00:00 Uhr

Stein des Anstoßes: eine Sprengplattierung. Foto: ly

In einer zur Bürgerversammlung (wir berichteten) veröffentlichten Pressemitteilung bezieht die Dyna Energetics GmbH& Co. KG sich unter anderem auf eine Darstellung des SPD-Ortsvereins Kleinenbremen, wonach "in zwei Kammern jeweils bis zu 1000 Kilogramm Sprengstoff innerhalb von einigen Millisekunden gezündet werden sollen, damit es sich für die Anwohner nach nur einer Sprengung anhört". Richtig sei, dass eine Kammer eingerichtet werden solle, ausgelegt für bis zu 1000 Kilo. Ebenfalls falsch nennen die Siegerländer Aussagen von Anwohnern des Everdingsbrink, Mensch und Immobilie hätten "genug Belastungen ertragen müssen, hervorgerufen durch Sprengarbeiten der Barbara Erzbergbau zur Vorbereitung der Aufbereitungskammern für Dyna Energetics". Richtig sei, dass Dyna Energetics beabsichtige, eine existierende Kammer der Barbara zu nutzen. Zusätzliche Belastungen seien durch die Versuchssprengungen nicht verursacht worden. Über "schwerste Beeinträchtigungen der Anwohner, durch schädliche Stäube, zerstörten Wald, vulkanartige Staubfontänen sowie ein zersprengtes Bergmassiv" hatte die SPD nach einer Reise ins hessische Dillenburg-Oberscheld berichtet, wo das Unternehmen bereits einen Betrieb für Sprengplattierung hat. Eine Beeinträchtigung der Anwohner durch Staub immissionen sei am Sprengort Dillenburg derzeit nicht auszuschließen, schreibt die Firma dazu. Dies solle jedoch "in naher Zukunft mittels einer Staubfiltration behoben werden", die "für den Standort Porta Westfalica von Anfang an vorgesehen" sei. Seit fast 40 Jahren werde in Dillenburg sprengplattiert, eine Beeinträchtigung des Bergmassivs sei nicht feststellbar. Dass es sich um eine Firma handele, die mit Bergbauüberhaupt nichts zu tun habe, sei dagegen "völlig richtig und im Sinne aller Beteiligten". Begründung: "Auf diese Weise können im Bereich der Grube Bergmannsglück unabhängig vom Bergbau Arbeitsplätze geschaffen und ein Schritt in Richtung Strukurwandel vollzogen werden." Die massiven Bürgerproteste in Kleinenbremen, weiten Teilen Portas, Rinteln und Todenmann hält Dyna Energetics "vor dem Hintergrund der in der ersten Versuchsreihe tatsächlich gefundenen Immissionswerte" übrigens für "unverständlich".



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