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Regeln des Gastgebers respektieren

Durchschaubare Inszenierung


Meine Frau und ich haben die Veranstaltung der AfD in der Mensa des Schulzentrums, die sich in unmittelbarer Nähe des Humboldt-Gymnasiums befindet, am 7. März besucht. Wir sind parteipolitisch nicht gebunden

veröffentlicht am 24.03.2020 um 00:09 Uhr

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Zu: „Ein Brief an die AfD und ein Antrag“, vom 10. März.

Im letzten Jahr hat die AfD in dieser Mensa eine Podiumsdiskussion durchgeführt, die öffentlich angekündigt wurde und an der ich als interessierter Bürger teilgenommen habe. Anders als letztes Jahr wurde der Veranstaltungsort am 7. März jedoch von Personen – überwiegend von Schülerinnen und Schülern – umzingelt und demzufolge die Durchführung der Veranstaltung massiv gestört. „Hier sind Nazis“, „ekelhaft“ und andere beleidigende und respektlose Parolen wurden über zwei Stunden überlautstark skandiert. Ist das die vom Grundgesetz geschützte freie Meinungsäußerung?

Den Andersdenkenden niederschreien bzw. mundtot machen ist repressives Verhalten und Erkennungsmerkmal autoritärer Herrschaftsformen. Es steht ganz bestimmt im Gegensatz zum Bildungsauftrag der Schulen im demokratischen Staatswesen. Zu Beginn der Veranstaltung am 7. März hat die Kreisvorsitzende der AfD, Frau Klages, darauf hingewiesen, dass nach den Reden die Möglichkeit besteht, dem Kandidaten, Herrn Emden, Fragen zu stellen. Frau Jörg war aber weder zu Beginn der Veranstaltung noch am Ende anwesend. Frau Jörg und eine andere Besucherin wollten den Zeitpunkt zum Stellen von Fragen an den Kandidaten nicht abwarten und waren offensichtlich darauf aus, den Versammlungsverlauf zu stören.

Ich habe gelernt, als Gast die Regeln des Gastgebers zu respektieren! Dass sich Frau Jörg nach dem Verlassen der Versammlung als „Opfer“ präsentierte und sich von den Schülern bejubeln ließ, ist Teil einer durchschaubaren Inszenierung. Für die Auseinandersetzung in einer lebendigen Demokratie war das Verhalten der Protestierer am 7. März kein Lehrbeispiel.



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