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Bartling: Politiker sollen sich selber ein Bild von der Einrichtung machen

Durchgangssituation "unglücklich": Ortsrat sucht Lösung für Krippengruppe

Steinbergen (clb). Bislang haben GVS und Stadtverwaltung keine neuen Räume für die Krippengruppe des Steinberger Kindergartens gefunden. Das teilte Erster Stadtrat Jörg Schröder den Ortsratsmitgliedern am Donnerstagabend auf deren Sitzung mit. Jedoch, das nahm Schröder schon mal vorweg, soll in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses verkündet werden, dass in der Rintelner "Wichtelburg" weitere Plätze eingerichtet werden. Darüber hinaus wolle man weiterhin Ausschau nach geeigneten Räumen halten - jedoch nicht in Steinbergen, sondern in den anderen Ortsteilen.

veröffentlicht am 20.05.2008 um 00:00 Uhr

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Der Hintergrund: Im vergangenen Jahr hatte die Steinberger Kirchengemeinde als Träger des evangelischen Kindergartens beantragt, die Krippengruppe in die erste Etage des benachbarten Dorfgemeinschaftshauses zu verlegen - aus dem Grund, weil dort die räumlichen Bedingungen für Personal wie Kinder wesentlich besser als in dem jetzigen Kindergartengebäude seien. Denn um in dieKüche oder in die Toilettenräume zu gelangen, muss man durch den Gemeinschaftsraum gehen - eine Lösung, mit der vor allem das Kindergartenteam unzufrieden ist. Nach einem Ortstermin hatten sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses sowohl gegen einen Umzug als auch gegen einen Anbau ausgesprochen - einerseits, weil die Umbaukosten von 130 000 Euro zu teuer seien; andererseits, weil die Notwendigkeit nicht gesehen wurde. In der Sitzung zeigten sich die Ortsratsmitglieder dennoch unzufrieden mit der jetzigen Situation und der Absage des Verwaltungsausschusses. Als "äußerst unglücklich" bezeichnete der SPD-Fraktionssprecher Markus Witt die momentane Durchgangssituation: "Bei dem Antrag des Kindergartens geht es ja in erster Linie um sicherheitstechnische Aspekte." Deshalb wolle man auch weiterhin das Gespräch mit der Stadt suchen, um eine andere Lösung zufinden. "Das Gebäude umzubauen ist die eine Sache, das Problem mit der Küche ein anderes", sagte Kindergartenleiterin Martina Meyer, die auch bei der Sitzung anwesend war und in der momentanen Situation vor allem eine Gefahrenquelle sieht: "Da brauch ja nur mal ein Kind gegen eine heiße Tasse zu kommen..." Ihrer Meinung nach sollten sich die Politiker ein Bild von der Einrichtung machen, wenn Betrieb herrscht und nicht, wenn alle Kinder gegangen sind. Ortsbürgermeister Heiner Bartling (SPD) erinnerte daran, dass man an dem gefallenen VA-Beschluss ohnehin nichts ändern könne, man also deshalb den Ausschussmitgliedern erneut das Problem verdeutlichen müsse, um auf den Negativ-Beschluss einwirken zu können. Dazu regte er an, die Fraktionssprecher des Rates sowie VA-Mitglieder einzuladen, damit sie die Einrichtung während ihrer Öffnungszeiten anschauen können.



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