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Premiere für "Wahlkreis Schaumburg"

Duell Runkel gegen Bartling schon in Sicht

Landkreis (ssr). Es wird eine Premiere: In einem Jahr, bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008, werden Politiker erstmals im neu gebildeten "Wahlkreis Schaumburg" um das künftig einzige Schaumburger Direktmandat kämpfen. Alles deutet auf ein Duell zwischen Heiner Bartling (SPD) und Joachim Runkel (CDU) hin. Dritte im Ring wird wohl Ursula Helmhold (Grüne) sein, die auch als landesweite Spitzenkandidatin ihrer Partei im Gespräch ist. Wer für die FDP antritt, istnoch völlig offen.

veröffentlicht am 19.01.2007 um 00:00 Uhr

Als Folge der umstrittenen Wahlkreisreform des Jahres 2005 gehören zum Schaumburger Wahlkreis nicht die Samtgemeinden Sachsenhagen, Niedernwöhren und Lindhorst. Diese wurden dem Wahlkreis Nienburg-Süd zugeschlagen. Zum Wahlkreis Hameln-Hessisch Oldendorff gehört künftig die Stadt Rinteln. "Selbstverständlich trete ich zur Nominierung für eine erneute Kandidatur an", ließ der CDU-Abgeordnete Joachim Runkel (Suthfeld) gestern keine Zweifel für sein Interesse an einer zweiten Legislaturperiode aufkommen. Die Union wählt ihren Direktkandidaten am 13. Februar im Stadthäger Ratskeller. CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes teilte mit, bisher habe sich kein weiterer Bewerber gemeldet. Drewes kann sich "gut vorstellen, dass Runkel weitermacht, ich würde mich jedenfalls freuen". Ähnliches höre er verstärkt auch in Parteikreisen, sagte Drewes, nicht ohne hinzuzufügen: "Natürlich istdas ein offener demokratischer Prozess." Ebenfalls wieder mit dabei sein will der frühere Innenminister und jetzige innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Heiner Bartling (Steinbergen). Erklärtes Ziel des Innenpolitikers ist es, "zur Kernmannschaft des SPD-Spitzenkandidaten Wolfgang Jüttner zu gehören". Anders als bei der Wahl im Jahr 2003 will sich Bartling um eine Absicherung auf der Liste bemühen. Gleichwohl strebt er das Direktmandat an. Als amtierender Unterbezirksvorsitzender teilte Bartling mit, bislang habe niemand aus den eigenen Reihen eine Gegenkandidatur angekündigt. Die Ortsvereine seien aufgefordert worden, eventuelle Bewerber bis Ende Januar zu benennen. Gewählt wird der Direktkandidat am 16. März im Stadthäger Ratskeller. Theoretisch können selbst auf dieser Versammlung noch Bewerber den Finger heben - erwartet wird das, genau wie bei der CDU, allerdings nicht. Für die Grünen wieder antreten will Ursula Helmhold (Rinteln). Die derzeitige Fraktions-Vize im Landtag wird verstärkt als Spitzenkandidatin der Grünen für die Niedersachsen-Wahl gehandelt. "Ich habe entsprechende Berichte niemals dementiert", sagte sie dazu auf Anfrage diplomatisch. Nach Auskunft der Kreisvorsitzenden Astrid Barenscheer-Heisecke gibt es in Schaumburg bislang keine weiteren Bewerber. Der Vorstand des Kreisverbandes wird am 24. Januar den Termin der Kandidatenkür festlegen. Noch weit im Vorfeld befindet sich die FDP. "Wir werden auf jeden Fall einen Direktkandidaten nominieren", sagte Kreischefin Renate Jobst. Wer das sein könnte, sei freilich noch völlig offen. Auch einen Termin-Fahrplan gebe es noch nicht. Laut Wahlvorschrift stellt es kein Problem dar, dass Bartling und Helmhold ihren Wohnsitz künftig nicht mehr innerhalb des Wahlkreises haben. Auch im Blick auf die Wähler sehen beide darin kein politisches Problem. "Ich habe schon bisher das ganze Schaumburger Land vertreten, war auch im nördlichen Teil überall viel präsent", sagte die Rintelnerin Helmhold. Und der Steinberger Bartling, der Teile seiner beruflichen Laufbahn in Bückeburg und Stadthagen durchlief und seit 19 Jahren den Unterbezirk führt, bekräftigte, er sei seit Jahrzehnten mit ganz Schaumburg bestens vertraut.



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