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Hespe hat die höchste Rücklaufquote / SPD fordert 100 000 Euro für Ausbaumaßnahmen

DSL-Erhebung: Fast 1000 Bürger machen mit

Samtgemeinde Nienstädt (jl). Die Bürgerinnen und Bürger haben von den DSL-Fragebogen der Samtgemeinde reichlich Gebrauch gemacht. Bis Donnerstagabend wurden in der Verwaltung in Kirchhorsten 921 Rückläufe gezählt. Auch gestern sind noch Briefe eingetroffen. Die Auswertung läuft bereits. Derweil hat der SPD-Samtgemeindeverbandbei diesem Thema einen weiteren Gang eingelegt: Er fordert 100 000 Euro für Maßnahmen.

veröffentlicht am 17.11.2007 um 00:00 Uhr

5000 Briefe an alle Haushalte hatte die Samtgemeinde vor zwei Wochen verschickt. Bis Donnerstag hatten die Empfänger Zeit, den umfangreichen Fragebogen auszufüllen und an den Absender zurückzuschicken. Schon die Zwischenbilanz vor einer Woche sah in den Augen der Verantwortlichen in der Verwaltung viel versprechend aus. In dieser Woche muss der Postbote Schwerstarbeit geleistet haben. Mehr als 600 Antwortbriefe waren von Montag bis einschließlich Donnerstag zu transportieren, und auch noch gestern gab es nach Angaben von Anke Belz DSL-Post. Belz, die zusammen mit dem stellvertretenden Verwaltungschef Ditmar Köritz und einer Kollegin die Bedarfsabfrage jetzt auswertet, hat schon mal grob vorsortiert. So beträgt die Rücklaufquote aus der Gemeinde Nienstädt 14 Prozent der versandten Briefe. Absolut waren es hier 335. Aus der Gemeinde Helpsen sind 154 der versandten Fragebogen oder 15,5 Prozent zurückgekommen. Die höchste Rücklaufquote mit 31 Prozent (294 Antworten) hat die Gemeinde Hespe, wo das DSL-Loch nach jetzigen Erkenntnissen am größten ist. Aus der Gemeinde Seggebruch liegt die Quote bei 21 Prozent (138 Antworten). Die Rücklaufquote für die Samtgemeinde beträgt 20 Prozent. Bei der Auswertung gehen Belz und Kollegen mit grafischer Unterstützung durch Katasterkarten vor. So soll der DSL-Arbeitskreis der Samtgemeinde eine möglichst genaue Analyse von Schwachstellen in der vorhandenen DSL-Versorgung und der Lücken im System bekommen. Am Montag, 26. November, tritt der Arbeitskreis wieder zusammen, um die Bedarfserhebung zu würdigen und nächste Schritte für die optimale Versorgung mit dem schnellen Internetzugang zu beraten. Zum Thema "nächste Schritte" hat in dieser Woche der Vorstand des SPD-Samtgemeindeverbandes einen Antrag an die Fraktion der Partei im Samtgemeinderat gestellt. Vorsitzender Eckhard Ilsemann und Mitstreiter möchten, dass die Ratsmitglieder der Partei sich dafür stark machen, dass in den Haushalt 2008 100 000 Euro eingestellt werden. "Hiemit soll eine leistungsgerechte Weiterführung von DSL-Anschlüssen für Bürger und Gewerbe erreicht werden", heißt es in dem Vorstandsbeschluss. Ilsemann hob im Gespräch mit dieser Zeitung hervor, dass das Geld aus dem Haushalt, wenn es denn bewilligt wird, nicht reine Wirtschaftsförderung sei, sondern allen Bürgern nutze. So steht im Antrag, das schulische und berufliche Anforderungen heute ohne DSL immer seltener erbracht werden könnten. Es gelte, den ländlichen Raum vor Standortnachteilen zu schützen. Dafür sei es gerechtfertigt, auch kommunales Geld einzusetzen.



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