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Schwachstellen im Kreis heißen Hespe, Pollhagen, Rusbend, Goldbeck, Deckbergen und Schaumburg

DSL-Check: Wo sind die Löcher im Netz?

Landkreis (jl, jpw, gus, mw, jcp). Eine rührige Initiative in Hespe hat das Thema DSL in Schaumburg in aller Munde gebracht. Wo sind die weißen Flecken im Schaumburger Land, und wo sind die Schwachstellen? Denn DSL ist nicht gleich DSL. Eine Übersicht.

veröffentlicht am 23.10.2007 um 00:00 Uhr

Auch Andreas Spier, ein selbstständiger Ingenieur aus Hespe, hof

Die DSL-Löcher in Rinteln liegen laut Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in Goldbeck, Deckbergen und Schaumburg. Die Stadt habe daher vor rund einem halben Jahr die Telekom angeschrieben und um Abhilfe gebeten. "Obernkirchen hat ein solches Problem nicht", beantwortet Bergstadt-Bürgermeister Oliver Schäfer die Frage nach DSL-freien Bereichen. In der Stadt Bückeburg sind nach Auskunft von dessen Bürgermeister Reiner Brombach Versorgungslücken im Bereich Rusbend bekannt. Da sei man derzeit mit den Netzbetreibern Telekom und Teleos im Gespräch. In der Gemeinde Auetal ist das Thema "DSL-Versorgung" laut dem stellvertretenden Verwaltungschef Karl-Heinz Büthe, "kein flächendeckendes Problem". Hinsichtlich der Geschwindigkeit der Datenübertragung per DSL gibt es aber offensichtlich noch Einschränkungen: "Das, was die Technik hergibt, ist hier noch nicht abrufbar", meint Büthe. Svenja Edler, stellvertretende Verwaltungschefin der Samtgemeinde Eilsen berichtet, dass lediglich in der Mitgliedsgemeinde Buchholz Bereiche zu finden sind, in denen kein DSL-Anschluss möglich ist. 57 von 350 Haushalten nicht mit DSL versorgt, konkretisiert der Buchholzer Bürgermeister Hartmut Krause. Stadthagen sei, so Hauptamtsleiter Fritz Wehling, "gut erschlossen". Beschwerden wegen mangelhafter DSL-Versorgung oder schlechterÜbertragungsqualität habe es bis jetzt nicht gegeben. Im Umland der Kreisstadt liegen die großen Lücken wie Hespe in der Samtgemeinde Nienstädt. Diese will das Problem mittels einer Bedarfsermittelung jetzt anpacken (wir berichteten). In der Samtgemeinde Niedernwöhren befindet sich ein weiterer "weißer Fleck auf der DSL-Karte". In Pollhagen ist DSL nicht verfügbar. Aus der Not heraus hat sich dort im vergangenen Jahr eine Bürgerinitiative gegründet, die auf eigene Faust eine Alternative zur Telekom schaffen wollte - bis jetzt vergeblich. Westlich der Hauptstraße können die Pollhäger per UMTS-Technik schnell ins Internet. Die Sorgenkinder der Gemeinde Lauenhagen sind laut Bürgermeister Hans-Heinrich Läseke Hülshagen und Niedernholz. Dort könne man froh sein, wenn man ISDN-Anschlüsse vorfinde. Recht zufrieden sind die Bürgermeister der Gemeinden Nordsehl, Meerbeck und Niedernwöhren. Die Übertragungsgeschwindigkeit aus dem und in das Internet sei zwar nicht überragend, die Situation gestalte sich aber deutlich entspannter als in Hespe und Pollhagen. Nur kleine Gebiete, etwa in Volksdorf, sind demnach ganz ohneDSL-Zugang.

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