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Versorgung für Hespe, wenn 300 mitmachen

DSL-Anschluss: Die Telekom bewegt sich

Hespe (jl). Wenn sich in nächster Zeit mindestens 300 Anschlussteilnehmer in Hespe und Umgebung mit der Vorwahl 05721 bereit erklären, mit der Telekom DSL-Verträge abzuschließen, soll die schnelle Datentechnik kommen. Das ist Ergebnis eines Gespräches zwischen dem Sprecher der Hesper Initiative, Günter Stahlhut, und dem Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner (CDU) auf der einen und den Verantwortlichen der Telekom in Bielefeld auf der anderen Seite. Wenn die kommunale Seite schnell handelt, hat sie möglicherweise auch Aussicht auf einen Landeszuschuss.

veröffentlicht am 16.10.2007 um 00:00 Uhr

Mit den von der Initiative gesammelten knapp 750 Unterschriften im Gepäck sind Stahlhut und Pörtner Mitte dieser Woche zum Gespräch zur für Schaumburg zuständigen Telekom-Geschäftsstelle in Bielefeld gefahren. Dort wurde ihnen erläutert, dass das Unternehmen theoretisch bereits jetzt die DSL-Versorgung in Hespe und Umgebung schalten könnte. Allerdings würde der höhere Dämpfungspegel, der dazu geschaltet werden müsste, die Anschlüsse der übrigen Anbieter, die am Netz hängen, quasi ausschalten. Nach Angaben von Pörtner wird voraussichtlich Mitte kommenden Jahres eine neue Dämpfungstechnik zur Verfügung stehen, die diesen Effekt nicht habe. Falls dann das Versorgungsloch rund um Hespe den schnellen Datentransfer bekommen solle, müssten sich mindestens 300 Anschlussteilnehmer bereit erklären, entsprechende Verträge mit der Telekom einzugehen. Ihnen wird nach den Worten des CDU-Politiker eine Datengeschwindigkeit von 6000 bis 16 000 KB pro Minute garantiert. Günter Stahlhut hat sich bereit erklärt, als erste Anlaufstelle für Interessenten zu fungieren. Er ist unter (05721) 51 10 erreichbar. In der Gemeinde Hespe gibt es zurzeit 533 Anschlüsse mit Stadthäger, 18 mit Bückeburger und 115 mit Obernkirchener Vorwahl. Bis jetzt ist das Unternehmen nur bereit, DSL auf die Stadthäger Vorwahl zu schalten. Demnächst soll es auch eine spezielle Hotline für diesen Bereich und zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Informationsveranstaltung geben. Pörtner hat in Hannover erfahren, dass das Wirtschaftsministerium Mitte November eine Richtlinie veröffentlichen will, in der die Vergabe von Landeszuschüssen für Projekte wie in Hespe bekannt gegeben wird. Pro Gemeinde sollen das 100 000 Euro sein. Von diesem Zeitpunkt an könnten Kommunen Anträge stellen. Der Andrang sei enorm. Folglich gelte es, schnell aktiv zu werden.

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