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Meerbeck und Hespe: Netzausbau geht stockend, aber stetig voran

DSL: Oberleitungen sind geplant

Meerbeck (gus). Der DSL-Netzausbau für die Gemeinden Meerbeck und Hespe geht zwar stockend, aber stetig voran. Die Trassenplanung seitens der Deutschen Telekom ist abgeschlossen. Jetzt wird geklärt, ob die neuen Leitungen in der Erde oder über Masten verlegt werden.

veröffentlicht am 09.09.2008 um 00:00 Uhr

Der Planer bei der Telekom ist Siegbert Krickhahn. Der ist mit den Gegebenheiten im Umkreis bestens vertraut - schließlich handelt es sich um den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Lauenhagen. Dessen Entwürfe sehen vor, dass die Kabel zwischen Meerbeck und Hespe per Oberleitung verlegt werden. Das soll die kostengünstigere Variante sein. Die Gemeinde Meerbeck hat Zweifel daran. Bürgermeister Klaus Tanski sagte, dass ein Schreiben an die Telekom geschickt worden ist, worin dargelegt wird, welche Nachteile eine Oberleitung mit sich bringe. Beispielsweise könnten Traktoren die Masten beschädigen, weil sich diese auf Feldwegen befinden. Als Joint-Venture-Partner mache die Gemeinde von dem Recht Gebrauch, auf solche Risiken hinzuweisen. Sollte der Netzbetreiber Telekom jedoch auf Oberleitungen bestehen, werde die Kommune kein Veto einlegen. Und da sich die betreffenden Feldwege im Besitz der Gemeinde befinden, hat diese auch das letzte Wort. "Wenn die Frage lautet: Sein oder nicht sein, dann entscheiden wir uns für sein", so Tanski. Das sehe man in der Nachbargemeinde Hespe ebenso. Ob die Oberleitungen tatsächlich kommen, wird sich in den kommenden Wochen klären. Krickhahn hat noch bis Mitte September Urlaub. Eine Verzögerung erwartet Tanski nicht. "Es gibt keinen Grund, im Moment von einer Verzögerung zu sprechen", sagt er. Es müssten ohnehin erst die Träger öffentlicher Belange ihre Stellungnahme zu dem geplanten Bauvorhaben abgeben, bevor es losgehen könne. Das sei normale Vorgehensweise und dauere nun mal seine Zeit.

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