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Pollhäger schreibt Brief an Telekom

DSL: "Nordsehls Hausanschlüsse mitrechnen!"

Pollhagen/Nordsehl (gus). Der Pollhäger Wilhelm Mensching hat einen Brief an die Deutsche Telekom geschickt. Darin legt er dar, dass unterm Strich geschätzte 331 Kunden in Pollhagen und Nordsehl einen neuen DSL-Anschluss schalten oder einen bestehenden Tarif aufstocken würden. Deshalb fordert der Verfasser, dass die DSL-Netzerweiterung im versprochenen Zeitrahmen vollzogen wird.

veröffentlicht am 25.07.2008 um 00:00 Uhr

Mensching bezieht sich auf die Aussage des Telekom-DSL-Beauftragten für Kommunen, Jürgen Schneider-Akkurt, im Juni, wonach Pollhagen innerhalb eines halben Jahres DSL bekommen soll. Dies hatte Schneider-Akkurt angekündigt, nachdem ihm Bürgermeister Gerd Wischhöfer eine Liste mit rund 250 Unterschriften potenzieller DSL-Kunden vorgelegt hatte. Damals hatte es geheißen, nur die "DSL light"-An schlüsse mit einer Bandbreite von 384 Kilobit pro Sekunde müssten noch aus der Liste gefiltert werden. Dennoch, so schätzten die Pollhäger Politiker, würde die Gemeinde über den 193 Neuanschlüssen liegen, die laut Schneider-Akkurt für einen kostenlosen Netzausbau erforderlich sind. Inzwischen sind die Rahmenbedingungen von der Telekom geändert worden (wir berichteten). Unter anderem gelten nur noch DSL-Anschlüsse bei der Telekom als neu, nicht mehr solche bei Konkurrenten wie Arcor, was Schneider-Akkurt seinerzeit anders dargestellt hatte. Mensching legt nun auf eigene Faust Zahlen vor. Der Ansatz: In der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Telekom, die die Rahmenbedingungen vorgibt, müssen die Hausanschlüsse Nordsehls mitgerechnet werden. Denn die Gemeinde liegt zwischen Stadthagen und Pollhagen und würde zwangsläufig von besseren Leitungen profitieren. Zwar sei die Gemeinde fast komplett mit DSL versorgt. Aber die Bandbreite sei in großen Teilen sehr gering. Menschings Recherchen zufolge würden 40 Prozent der Nordsehler ihre bestehenden Tarife auf komfortablere DSL-Bandbreiten von bis zu 6000 kbit/Sekunde aufstocken. Und auch das, so der Verfasser, würde der Telekom mehr Geld bringen, weil diese Verträge teurer seien. 20 Prozent der Nordsehler könnten zusätzlich Interesse an DSL haben. Von den Pollhäger Unterschriften auf der im Juni vorgelegten Liste würden nach Menschings Einschätzung 196 Kunden übrig bleiben, die einen neuen DSL-Vertrag abschließen würden - allerdings auch bei der Telekom-Konkurrenz. An solchen Verträgen würde die Telekom aber durch die Leitungsmiete mitverdienen. Insgesamt kommt Mensching auf 331 Fälle in denen der Leitungs-Monopolist finanziell profitieren würde. Der Verfasser schließt mit der Frage: "Halten Sie Wort, Herr Schneider-Akkurt?".



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