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Droht dem Kneipp-Verein die Auflösung?

Stadthagen (mw). Bei der Jahresversammlung des Kneipp-Vereins Stadthagen sind am Sonnabend sämtliche Vorstandsämter neu zu besetzen gewesen. Es war jedoch niemand bereit, für eines der Ämter zu kandidieren.

veröffentlicht am 08.03.2007 um 00:00 Uhr

Aufgrund gesundheitlicher Probleme der beiden Vorsitzenden leitete die Kassenwartin Vera Wedig die Versammlung im Stadthäger Schützenhaus. Beim Thema "Wahlen" wies sie darauf hin, dass alle Vorstandsämter zu wählen seien. Als Wahlleiter wurde Karl Sokolowski bestimmt. Vielleicht lag es an der Geräuschkulisse aus dem benachbarten Raum, aber die Ankündigung Wedigs, "der gesamte Vorstand nimmt die Wiederwahl nicht an", verhallte offensichtlich ungehört im Saal. Zweimal setzte der Wahlleiter an, um eine Wiederwahl vorzuschlagen - einmal die des gesamten Vorstands, das zweite Mal die des Vorsitzenden. Beide Mal erinnerte Wedig daran, dass der bisherige Vorstand nicht zur Wahl antritt. Dann erst gab es Reaktionen. Da hätte man ja auch vorher drüber reden können, meinte ein Mitglied. Alle seien von dieser Nachricht überrascht, befand auch Sokolowski und ergänzte: "Da bleibt mir nur zu sagen, da bleibt der Vorstand kommissarisch im Amt." Dass er zum Wahlleiter bestimmt wurde, ohne vorher über die Absichten des Vorstands informiert worden zu sein, sei nicht "die feine englische Art". "Ich habe den Stein ins Rollen gebracht", erklärte Wedig. Der Verein müsse verjüngt werden, da es ihn sonst in zehn Jahren nicht mehr geben werde. 74 Jahre betrage das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder. Nun bestehe die Möglichkeit, einen jüngeren Vorstand zu finden. Laut Wedig muss der Verein satzungsgemäß in sechs bis acht Wochen erneut Vorstandswahlen abhalten. Diese sind für den 24. April, 16 Uhr, im Schützenhaus in Stadthagen angesetzt, so Wedig.

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