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Um Schließung bahnt sich Konflikt an

Droht das Aus für Grundschule Wendthagen?

Stadthagen (jl). Die Stadtverwaltung möchte die Grundschule in Wendthagen schließen. Das ist Thema in der öffentlichen Sitzung des Schulausschusses am kommenden Donnerstag. Dem Ansinnen von Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) wird mutmaßlich die SPD/FDP-Gruppe im Rat nicht folgen. Die CDU/BfS ist dem Vernehmen nach nicht grundsätzlich dagegen, sieht aber keine Eile geboten.

veröffentlicht am 21.11.2008 um 00:00 Uhr

"Die Grundschule Bergkette war dreizügig und geht auf die Einzügigkeit zu", so beschrieb Hellmann die Entwicklung für beide Standorte. Angesichts dieser Entwicklung müsse die Frage erlaubt sein, "ob wir mit hohem Kostenaufwand" weiterhin beide Standorte in Wendthagen und Obernwöhren "vorhalten" müssen. Die Stadtverwaltung wird deshalb in der Sitzung des Ausschusses den Vorschlag einbringen, den Schulstandort Wendthagen zum 1. August 2009 aufzugeben. Wobei dies laut Hellmann ein Wunschtermin sei. Der Bürgermeister argumentiert in dieser Frage nicht nur mit den Schülerzahlen an der Bergkette, die spätestens ab 2012 gerade mal für eine Klasse ausreichen. Hellmann verweist auf die enormen Investitionen, die die Stadt in den kommenden Jahren in den Bereichen Kinderbetreuung (zusätzliche Krippenplätze) und Bildung (Ausbau von Ganztagsgrundschulen) plant. Da sei es im Sinne der Gleichbehandlung nicht in Ordnung, dass in den Grundschulen der Kernstadt Kinder in großen Klassenverbänden betreut werden müssen, während es an der Bergkette Kleingruppen gibt. Weiter macht der Bürgermeister deutlich, dass das Gebäude in Wendthagen in absehbarer Zeit gebraucht wird, um mehr Krippenplätze anzubieten. Einen Neubau für diesen Zweck in diesem Bereich "wird keiner verstehen" ist sich der SPD-Politiker sicher. Die Ausschusssitzung soll in Hellmanns Augen ein Diskussionsbeginn sein. Es könnte ein heftiger Diskussionsbeginn sein -vor allem zwischen dem Bürgermeister und dessen Genossen sowie dem Bündnispartner FDP. Denn Gruppensprecher Karsten Becker machte auf Anfrage deutlich, dass die Gruppe derzeit "keinen Anlass sieht", von einer "Koalitionsvereinbarung" abzuweichen, in derder Erhalt aller Schulstandorte festgehalten sei. Becker stört vor allem eines: "Wir möchten nicht aufgrund von Prognosen entscheiden." Bis jetzt seien die Schülerzahlprognosen an der Bergkette immer von der Wirklichkeit überholt worden.



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