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Nach Verhaftung direkt ins Krankenhaus

Drogenhandel? Polizei nimmt 37-Jährigen fest

Bad Nenndorf / Reinsdorf (bab). In der Kurstadt hat es einen spektakulären Polizeieinsatz gegeben. Ein Sondereinsatzkommando hat in der Nacht von Mittwoch, 28. März, auf Donnerstag einen Mann festgenommen, dem vorgeworfen wird, im internationalen Drogengeschäft mitzumischen. Die Polizei hat außerdem das Haus der Mutter des Verdächtigen in Reinsdorf durchsucht. Diese wirft der Polizei rüde Methoden vor. Der Festgenommene, der bereits eine 15-jährige Haftstrafe verbüßt hatte, wurde nach der Verhaftung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei gibt an, ihm seien die Nerven durchgegangen.

veröffentlicht am 04.04.2007 um 00:00 Uhr

Sowohl bei der Polizei als auch bei der Staatsanwaltschaft hält man sich bedeckt. "Wir suchen noch eine zweite Person", begründet Lutz Ike, Sprecher der Polizeidirektion in Göttingen. Viel will auch das Kommissariat für organisierte Kriminalität in Hildesheim nicht sagen. Der Festgenommene sei "erheblich vorbelastet" und habe ein hohes Gewaltpotenzial.Ihm werde internationaler Rauschgiftschmuggel und -handel vorgeworfen. Der Zugriff ist gegen Mitternacht auf offener Straße erfolgt, als der Verdächtige in ein Auto einsteigen wollte. Welche Beweise bei dem 37-Jährigen gefunden worden sind, konnte die Polizei allerdings nicht sagen. Die Festnahme sei aufgrund eines vorliegenden Haftbefehls erfolgt. Für die Durchsuchung des Hauses in Reinsdorf habe es Beschlüsse gegeben. Die 66-jährige Mutter des Festgenommenen hat nach eigenen Aussagen keinen Durchsuchungsbeschluss vorgelegt bekommen. "Die sind hier einfach rein und haben gesagt ,Gefahr im Verzug' und haben alles durchwühlt", sagt die 66-Jährige. Die Frau, die an einer Nierenkrankheit leidet, glaubt, dass ihr Sohn der Kriminalität den Rücken gekehrt habe. "Er ist kein unbescholtenes Blatt", räumt sie ein, glaubt ihm jedoch, dass er sich eine neue Existenz aufbauen wollte. Nachdem die 66-Jährige gesundheitlich sehr angeschlagen war, habe er ihr das versichert. "Er hat mit T-Shirts gehandelt", sagt die Reinsdorferin. Sie nimmt an, dass ihr Sohn von der Polizei so hart angefasst wurde, dass er ins Krankenhaus musste. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten, dass der Verdächtige in Hannover behandelt worden sei, begründen dies aber mit einem Kreislaufzusammenbruch. Die Mutter glaubt nicht, dass ein "baumlanger Kerl" wie ihr Sohn einfach umkippt. Wie die Polizei mitteilt, sitzt der Festgenommene inzwischen in der Justizvollzugsanstalt.



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