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Wilhelm Riebe restauriert alte Trecker und Motorräder / Leidenschaft an den Sohn weitergegeben

Dröhnende Motoren sind seine Leidenschaft

Schoholtensen (la). Trecker haben es Wilhelm Riebe schon als Kind angetan. "Als Vierjähriger bin ich schon Trecker gefahren und habe das Feld gepflügt", erinnert sich der Auetaler. An der Mosel sei er im Urlaub mit einem Schlepper durch die Weinberge gefahren. Seine Leidenschaft zu den starken Zugmaschinen mit dröhnenden Motoren hat nie nachgelassen - und so kaufte sich Riebe 1992 seinen ersten Oldtimer-Trecker: einen Deutz D15, der als Weinbergschlepper eingesetzt war.

veröffentlicht am 11.11.2006 um 00:00 Uhr

Wilhelm Riebe und sein Sohn Christian präsentieren stolz den Old

Er arbeitete den Deutz auf und nutzte ihn, um Kaminholz aus dem Wald zu holen. Außerdem stellte er seinen Oldie in den Dienst der Feuerwehr. Wilhelm Riebe ist der Ortsfeuerwehr Schoholtensen seit vielen Jahren verbunden und seit 1997 Ortsbrandmeister. So kam er auf die Idee, den Trecker auch für die Feuerwehr zu nutzen. "Ich installierte ein Blaulicht und wir hängten den Trecker vor unseren alten TSA", berichtet Riebe. Mit seiner Trecker-Leidenschaft hat Riebe auch seinen Sohn Christian angesteckt. Damit der Junior seinen eigenen Trecker bekam, hat ihm Wilhelm Riebe kurzerhand einen gebaut - einen "Mini-Deutz". "Den Motor habe ich aus einer Gartenhacke Baujahr 1955 und alle anderen Teile aus dem Schrott", erinnert sich Riebe. Da sein Vater Bauschlosser und Kunstschmied war, konnte sich Riebe vieles abschauen. "Der Trecker ist klasse und ich war natürlich der Einzige weit und breit, der ein solches Gefährt hatte", erinnert sich der heute 18-jährige Christian. Durch Zufall stieß Wilhelm Riebe 1997 in Steinhude auf ein Fendt Dieselross. "Zehn Jahre hatte er draußen gestanden und so sah er auch aus", berichtet Riebe. Er habe den Trecker gekauft, komplett auseinander gebaut, alle Teile überarbeitet, die Karosserie ausgebeult und neu lackiert. Nach 150 Arbeitsstunden sieht der Fendt "wie neu aus". Doch nicht nur die Motoren von Treckern beeindrucken Riebe, auch Zweiräder haben es ihm angetan. 1985 schenkte sich Riebe sein erstes Motorrad selbst zu Weihnachten - natürlich auch ein Oldie - eine BMW R25-2, Baujahr 1952. Auch diese Maschine wurde liebevoll restauriert und fahrtüchtig gemacht. Es folgte eine BMW R27. "Die musste ich einfach haben, weil sie am 1.Juli 1962 zum ersten Mal zugelassen wurde und damit genau zwei Tage jünger ist als ich", erläutert Riebe. Schließlich schaffte er noch eine BMW R100R an. "Das ist eine auf alt getrimmte Maschine Baujahr 1994. Der letzte Zwei-Ventil-Boxer, der auf den Markt kam", begründet Riebe. Auch eine VespaPX 200, Baujahr 1980, gehört zum "Fuhrpark". Natürlich hat Riebe auch bei seiner Leidenschaft für Motorräder seinen Junior nicht vergessen. Er kaufte für ihn das Mini-Moped DKW M504, Baujahr 1972. Auch das Moped musste er komplett auseinander nehmen und überholen. Die Mini-DKW darf immerhin 40 Stundenkilometer fahren.

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