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Rotes Kreuz rückt mit zwei Küchen aus - Technisches Hilfswerk mit Radlader und Kipper

DRK und THW kämpfen gegen Hochwasser

Landkreis (jl). Seit dem Wochenende kämpfen eine Reihe von ehrenamtlichen Helfern aus Schaumburg gegen das Hochwasser der Elbe und dessen Folgen. Im Einsatz sind Mitglieder der THW-Ortsverbände Rinteln (wir berichteten) und Stadthagen sowie des DRK-Kreisverbandes. Eine Voralarmierung für Schaumburger Feuerwehrkräfte wurde am Sonntag zurück gezogen.

veröffentlicht am 11.04.2006 um 00:00 Uhr

Das THW Stadthagen baut eine Straße zu einem unzugänglichen Deic

Der THW-Ortsverband Stadthagen wurde nach Angaben seines Chefs Detlef Schröter am Freitag um 17 alarmiert. Zwei Stunden später rückten vom Stützpunkt am Sonnenbrink zehn Helfer mit Radlader und Kipper in Richtung Lüchow-Dannenberg aus. Das Zielgebiet kennen die Stadthäger. Dort waren sie bereits beim Hochwasser im Jahr 2002 im Einsatz gegen die Fluten gewesen. Seitdem gibt es laut Schröter partnerschaftliche Kontakte zum THW-Ortsverband Lüchow-Dannenberg, bei dessen Mitgliedern die Stadthäger jetzt auch ihre Unterkunft haben. Der Zehner-Trupp aus der Kreisstadt hat mehrere Aufgaben. Er ist für Straßenbau und für das Entwässern von Straßen zuständig. So hatte der Trupp bis gestern Nachmittag rund 100 Meter Straße zu einem Deichabschnitt bei Gartow-Laasche gebaut, der sonst nur mit Kettenfahrzeugen erreichbar wäre. "Jetzt können die Lastwagen direkt an den Deich fahren und Sandsäcke abladen", erklärte Truppführer Thomas Pietag. Weiter soll der Stadthäger Radlader auch gegen überspülte Straßen eingesetzt werden. "Unter diesen Straßen sollen Entlastungsbohrungen gesetzt werden, und mit dem Radlader werden dann Rohre ins Bohrloch geschoben", sagte Schröter. Der Zehnertrupp wird nach seinen Worten noch vor Ostern durch einen gleich starken Trupp abgelöst. Der DRK-Kreisverband ist nach Angaben von Geschäftsführerin Ursula Krüger am späten Sonntagnachmittag alarmiert worden. Der DRK-Landesverband hat in Schaumburg zwei mobile Küchen plus Personal geordert, die ebenfalls in Lüchow-Dannenberg bereits im Einsatz befindliche Küchen aus anderen Kreisverbänden unterstützen sollten, um rund 45 000 Evakuierte aus dem Hochwassergebiet zu versorgen. Zwei Stunden nach der Alarmierung waren Zugführer Bernd Harmening und seine Ehrenamtlichen startklar. Zum Abschied gab es einen großen Bahnhof: Die Küchentruppe, die sich auf fünf Fahrzeuge verteilt, wurde von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und führenden Vertretern des DRK-Kreisverbandes verabschiedet. Am gestrigen Montag gegen 1.30 Uhr waren die beiden Feldküchen am Ziel Neu-Tramm. Der DRK-Trupp soll drei bis vier Tage bleiben. Falls sich die Lage bis Donnerstag nicht entspannt hat, wird eine gleich große Gruppe zum "Schichtwechsel" an die Elbe ausrücken. Gestern morgen sollte laut Landrat Schöttelndreier die Kreisbereitschaft Nord der Schaumburger Feuerwehr zur Elbe ausrücken. Um 8 Uhr standen rund 130 "hoch motivierte" Feuerwehrleute abreisebereit, um zwei Stunden später vom Krisenstab in Lüchow-Dannenerg zu erfahren, dass sie nicht gebraucht würden.

Konstantin Volostnov an der Orgel. Foto: yt
  • Konstantin Volostnov an der Orgel. Foto: yt
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