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Ortsgruppe steckt im Dilemma: Unter den 170 Mitgliedern findet sich bisher kein neues Vorstandsteam

DRK in Osterwald will überleben

Osterwald. Der Vizepräsident des DRK-Kreisverbands Hameln Pyrmont, Manfred Reichert, ist eigens aus Hameln angereist, um dem DRK-Ortsverein Osterwald bei der Lösung eines existenziellen Problems zu helfen. Er richtet einen eindringlichen Aufruf an die versammelten Mitglieder: „Wir dürfen es nicht zulassen, dass ein so erfolgreicher Verein einfach aufgegeben wird!“ Dies werde aber dabei herauskommen, wenn es nicht gelingt, einen handlungsfähigen Vorstand zu wählen. Das zeichnet sich ab bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung, nachdem die bisherige Vorsitzende Irmgard Deiters erklärt hatte, sie werde für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Stellvertreterposten konnte schon seit zwei Jahren nicht mehr besetzt werden.

veröffentlicht am 23.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:47 Uhr

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Der DRK-Ortsverein besteht seit 74 Jahren, gehört mit gut 170 Mitgliedern zu den gewichtigsten Institutionen in der Dorfgemeinschaft und müsste eigentlich im nächsten Jahr Jubiläum feiern. Jetzt allerdings steht anderes auf der Tagesordnung, nämlich: Wie findet der Verein eine neue Vereinsführung? Wer den Jahresbericht der Vorsitzenden Irmgard Deiters wenige Minuten zuvor gehört und die wie immer eindrucksvolle Bilanz, zur Kenntnis genommen hat, mit vielfältigen Aktivitäten wie Blutspendenaktionen, Kleidersammlungen, einträglichen Spendensammlungen, Haus- und Krankenbesuchen sowie mit geselligen, gut besuchten Veranstaltungen, Wanderungen, Busreisen und mehr, kann nicht auf den Gedanken kommen, dass der Verein in einem Dilemma steckt. Denn trotz intensiven Werbens hat sich bisher kein Vereinsmitglied bereitgefunden, in der Nachfolge von Irmgard Deiters an der Vereinsspitze Verantwortung zu übernehmen.

Auch ein Vorstandsteam, wie es Manfred Reichel vom Kreisverband schließlich vorschlägt, das übergangsweise gemeinschaftlich kollegial die Geschäfte führt, findet sich nicht. Gerda Benecke, die Ehrenvorsitzende, die selbst 35 Jahre den Ortsverband geleitet hat, unterstreicht in einem emotional geprägten Appell, die überragende Bedeutung des Roten Kreuzes überall auf der Welt, die Leistungen des DRK in Deutschland und nicht zuletzt das erfolgreiche Wirken des Ortsvereins über viele Jahrzehnte. „Wollen wir, wollt Ihr wirklich aufgeben?“, ruft sie schließlich.

Ohne Erfolg. Die Hände bleiben unten. Aber das Weiterbestehen des Vereins aufs Spiel setzen will natürlich auch niemand. So werden die fälligen Vorstandswahlen erst einmal vertagt. Das bereits angeschobene Veranstaltungsprogramm bis Mai wickelt das bisherige Vorstandteam kommissarisch wie geplant ab. Danach aber muss eine eindeutige Entscheidung fallen. Für langjährige Mitgliedschaft gab es Blumen und Urkunden.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet Ende Juni statt.haf



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