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Fläche reicht nicht aus / Oliver Schäfer: "Verbessern, was möglich ist" / Park verkleinern?

Dritter Kreisel: Die große Lösung gibt es nicht

Obernkirchen (rnk). Stadtdirektor Wilhelm Mevert ist vorsichtig: "Kurzfristig" werde es wohl nichts werden mit dem dritten Kreisel in der Bergstadt, zu hoch seien die Hürden, die das Straßenbauamt im Hameln aufgestellt habe. Nicht nur Politik-Profis können diese Aussage sofort übersetzen: Der dritte Kreisel ist damit gestorben, bestenfalls kommt noch eine kleine Lösung, die die Probleme bei der Ein- und Ausfahrt der Volksbank löst.

veröffentlicht am 05.01.2007 um 00:00 Uhr

Keine Stelle, an der sich die Unfälle häufen, aber ein Bereich,

An die große Lösung, den dritten Kreisel, glaubt auch Oliver Schäfer nicht mehr. Der künftige Bürgermeister der Stadt spricht sich daher dafür aus, "alles was möglich ist, zu verbessern - in welcher Form auch immer." Es sind mehrere Punkte, die Schäfer gerne in Angriff genommen sehe: die Volksbank-Einfahrt, die Zufahrt auf die Rathenaustraße von der Eilsener Straße, aber auch die Bushaltestellen, die im Fachausschuss schon begutachtet wurden. So spricht sich Schäfer auch dafür aus, Gespräche mit der Berg-Apotheke zu führen, um zu klären, in welcher Form hier bessere Abbiegemöglichkeiten, mehr Sicherheit für Schüler und Parkplätze geschaffen werden könnten. Hartmut Meyer, Sachgebietsleiter für Plan und Planfeststellung bei der Geschäftsstelle Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, sieht für die große Lösung keine Realisierungschancen: "Sie ist auf der vorhandenen Fläche nicht möglich." Die Hamelner Experten haben einen von der Stadt eingereichten Konzeptentwurf geprüft und vor allem die Abbiegung von der Eilsener Straße auf die Rintelner Straße als Knackpunkt ausgemacht: Würde ein Kreisel eingerichtet werden, dann würde deutlich mehr Fläche in Richtung Apotheke benötigt. Falls dies nicht ginge, der Kreisel aber dennoch gebaut werden sollte, müsste stärker in Richtung Park geplant werden. Dort müssten dann Flächen zur Verfügung gestellt werden. Falls die Stadt Obernkirchen dies wünsche, könne man gerne erneut in die Planung einsteigen, erklärte Meier gestern auf Anfrage. Denn wenn vom Park Flächen zur Verfügung gestellt würden, dann gebe es, Steigung hin oder her, durchaus technische Möglichkeiten, erklärte Meyer. Entsprechend habe sich seine Behörde auch gegenüber der Stadt Obernkirchen geäußert. Bleibt die Frage nach dem lieben Geld: Zwar ist die Rathenaustraße eine Landesstraße, aber auf einen Zuschuss des Landes Niedersachsen dürfte die Stadt Obernkirchen nicht hoffen. Für das Land, so Meier, bestehe überhaupt kein Anlass, dort einen Kreisel einzurichten, schließlich sei dies keine "Unfallhäufungsstelle". Daher würde es auch keine Zuschüsse geben. Die Kosten müssten sich dann die Stadt, der Landkreis und gegebenenfalls die Volksbank teilen. Innerörtliche Kreisel, so Meier, sind eher teuer: Rund 250 000 bis 300 000 Euro sollten da schon einkalkuliert werden. Wenn alles gut geht. Ob und wie sich die Volksbank beteiligen wird, das sollen Gespräche klären, die von der Stadtverwaltung in der nächsten Zeit geführt werden sollen.

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