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Vorgänger ist nach 35 Jahren abgängig / Beide Holder machen Sorgen / Nur die Fendts laufen noch

Dringend: Eilser Bauhof braucht neuen Unimog

Eilsen/Heeßen (tw). Die Samtgemeinde muss 2009 massiv in den Fuhrpark des Bauhofs investieren. Das ist auf der jüngsten Zusammenkunft des Bauausschusses unter Vorsitz von Heinz Grabbe (SPD) deutlich geworden.

veröffentlicht am 27.06.2008 um 00:00 Uhr

Ein Bild aus alten Tagen: Stolz führt Heinz Wischnat im Oktober

Weil wenigstens zwei Fahrzeuge altersbedingt abgängig sind, wird die Samtgemeinde aller Wahrscheinlichkeit nach zunächst in den Kauf eines "guten gebrauchten" Unimogs sowie eines Aufsitzmähers investieren müssen. Über beide Projekte soll im Herbst entschieden werden; bis dahin soll das Rathaus Kostenvoranschläge einholen. Der Ausschuss rechnet allein beim Unimog mit Kosten von - wenigstens - 50 000 Euro. Tatsächlich ist das Ergebnis der jüngsten Fahrzeugschau vor der Scheune des Heeßer Bauernhofs wenig erfreulich: Holder C-30 Den Kleintrecker, Baujahr 1993, hat die Samtgemeinde 1994 von Buchholzübernommen. "Wir haben ihn jüngst für 1742 Euro reparieren lassen", berichtet Bernd Schönemann. Der Samtgemeindebürgermeister: "Nur einen Tag später ist er beim Rasenmähen in Flammen aufgegangen - jetzt ist er wieder in der Werkstatt." Holder C-330 Auch der große Bruder des kleinen Holder, seit 1998 im Eigentum der Samtgemeinde, musste unlängst repariert werden. Gleichwohl: "Aktuell", bedauert Schönemann, "fährt er nicht mehr - und verliert obendrein noch Öl." Das Problem sei beim C-30 wie beim C-330, dass an den Treckern keine Inspektionen gemacht worden seien. "Ein Ölwechsel alleine", so Schönemann, "reicht nicht aus". Daher gilt: Künftig würden diese Maschinen genauso regelmäßig gewartet, wie das seit Kurzem bereits bei den Rasenmähern der Fall sei. Großer Fendt-Trecker Das Fahrzeug wurde 1985 erstmals zugelassen; 1991übernahm es die Samtgemeinde von der Raiffeisen-Genossenschaft Bückeburg. Obwohl der Fendt jede Woche auf der Kompostanlage in Heeßen im Einsatz ist, laufe er - in der Regel - noch wie geschmiert. Kleiner Fendt-Trecker Der "kleine" Fendt ist das jüngste unter den Fahrzeugen des Bauhofes. Der damlige Samtgemeindebürgermeister Heinz Wischnat beschaffte es 2006 für 51 000 Euro. Mit dem Gerät gibt es bislang noch keine Probleme. Unimog Der Unimog ist das größte der "Sorgenkinder" des Bauhofes. Als die Samtgemeinde ihn 1981 kaufte, hatte er bereits sechs oder sieben Jahre auf dem Buckel. Der Unimog wird durch das Mähen der Gräben, aber auch durch den Winterdienst stark beansprucht. Eine Großreparatur vor fünf Jahren verschlang etwa 5000 Euro; die jüngste kostete um die 1000 Euro. Fazit des Samtgemeindebürgermeisters: "Das Fahrzeug ist abgängig." Wie insbesondere der Unimog zu ersetzen ist - darüber gab es im Bauausschuss eine längere Diskussion. Friedrich Rahe (FDP) befürwortet den Kauf eines großen Treckers: "Ein Unimog ist durch die Spiralfedern immer am Wippen. Außerdem ist er viel teuerer als ein Trecker." Grabbe sieht das anders: "Ein Unimog wäre eine Universal-,Waffe'. Er hateine Ladefläche, kann auch auf Äcker fahren - und die Variationsmöglichkeiten der Ausstattung sind nahezu unbegrenzt." Hartmut Büscher (SPD) pflichtet seinem Fraktionskollegen bei; er betont besonders die Geländegängigkeit eines solchen Fahrzeuges. Was den gleichfalls abgängigen C-30 Holder betrifft, liebäugeln die Politiker damit, ihn durch einen Aufsitzmäher zu ersetzen, wie ihn Bad Eilsen besitzt. "Um bei der Arbeit Zeit zu sparen", rät Samtgemeindemitarbeiter Thomas Hahne, "sollte der Mäher allerdings eine Fangeinrichtung haben." Übrigens: Für den Winterdienst in Schermbeck ist auch in Zukunft gesorgt. Bislang hatte ihn die "Schinkenkruse" übernommen, die jetzt für immer schließen musste (wir berichteten). Die neue Lösung: "Der Luhdener Landwirt Wilhelm Tecklenburg hat sich bereit erklärt, den Winterdienst auch in Schermbeck zu übernehmen", freut sich Schönemann.

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