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Feuerwehr und Arbeiter-Samariter-Bund proben im Wald bei Bergdorf für den Ernstfall

Drei Verletzte bei Unfall mit Gefahrstoffen

Bückeburg. Ein " Unfall" hat sich am Montagabend gegen 19 Uhr in Bergdorf auf dem Harrl ereignet. Schnell stellte sich heraus: Alles nurÜbung.

veröffentlicht am 11.06.2008 um 00:00 Uhr

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Das Szenario: Eine Nissan-Fahrerin versuchte, mit ihrem Pkw auf einem Parkplatz zu wenden. Wahrscheinlich durchüberhöhte Geschwindigkeit brach ihr Anhänger aus und überschlug sich. Dabei wurden zwei Passanten vom Hänger erwischt. Ein Passant geriet dabei unter den Hänger, der zweite lief in Panik in den angrenzenden Wald und brach sich dort ein Bein. Auf dem Anhänger befanden sich Fässer, welche miteiner Gefahrennummer gekennzeichnet waren und in Brand gerieten. Die Feuerwehren Bergdorf, Müsingen und Scheie sowie die Schnell-Einsatzgruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Bückeburg wurden umgehend zur Unfallstelle gerufen. Da noch nicht bekannt war, welche Schadstoffe dort ausgetreten waren, wurde der Bereich weiträumig von der Feuerwehr abgesperrt und die Unfallstelle unter Atemschutz betreten. An der Unfallstelle wurden zwei nicht ansprechbare, verletzte Personen aufgefunden - die Fahrerin und ein Passant. Eine Spaziergängerin hatte den Unfall beobachtet und erinnerte sich an eine dritte Person. Nachdem die Feuerwehr die Umgebung abgesucht hatte, wurde auch diese Person verletzt im Wald gefunden - etwa zehn Meter neben der Unfallstelle. Alle drei Verletzten wurden von der Feuerwehr geborgen und zur Versorgung in die Verletztensammelstelle des ASB transportiert. Beim Retten der Verletzten erlitten zwei Feuerwehrleute eine Kreislaufschwäche und wurden ebenfalls zum ASB-Sammelplatz gebracht. Insgesamt wurden bei dem Einsatz fünf Feuerwehrfahrzeuge und zwei Krankentransportwagen eingesetzt. Der ASB war mit elf Sanitätern, die Feuerwehr mit 35 Kameraden - davon acht unter Atemschutz - im Einsatz. Jörg Brockhoff von der ASB-Einsatzleitung schlussfolgerte: "Zum Glück war es nur eine Übung - für die ,Verletzten' und die realistische Unfalldarstellung sorgte der ASB." Zum Einsatzablauf bemerkte er: "Es gab von unserer Seite den einen oder anderen Fehler, aber Übung macht den Meister - damitim Ernstfall eine reibungslose Zusammenarbeit klappt."

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