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Krause (WiB) will Arbeitsgruppe für Buchholz bilden / 100 000 Euro für Hochwasserschutz / Laternen sollen heller leuchten

Drei Querungshilfen sollen Temposünder ausbremsen

Buchholz (tw). Sie zählt 17 Punkte - die "Wunschliste", für die Rat und Gemeinde 2008 Geld bereit stellen wollen (wir berichteten). Jetzt hat Hartmut Krause nachgerechnet. Ergebnis: Wird das Gros verwirklicht, sagt der WiB-Bürgermeister, steigen die Gesamtausgaben von 126 000 Euro (Haushaltsansatz 2007) auf 302 000 Euro und damit um das zweieinhalbfache.

veröffentlicht am 14.01.2008 um 00:00 Uhr

Hartmut Krause und seine Töchter Jana (11) und Lena (7) demonstr

Ergo, sagt sich Krause, heißt es, bei den Investitionen nochmals genau hinzusehen. Unverzichtbar ist demnach der Schutz des Ortes vor Hochwasser. Dazu wird die Gemeinde 2008 die zwei Regenrückhaltebecken aufweiten (Ansatz: 35 000 Euro) und unterhalb der Portugall ein drittes anlegen. Um das Nass noch schneller aus dem Neubaugebiet zu transportieren, soll unterhalb der Straße eine - dritte - Entwässerungsleitung für Niederschlagswasser verlegt werden; diese Maßnahme soll aber erst beginnen, wenn die Arbeiten an den drei Rückhaltebecken abgeschlossen sind. Gesamtkosten: bis zu 100 000 Euro. Ferner soll das Gemeinschaftshaus 2008 eine neue Fassade mit Wärmedämmung erhalten; der Haushaltsansatz beträgt 20 000 Euro. Ob dabei auch die Fenster saniert werden, lässt der Bürgermeister - noch - offen. Denn: "Zumindest die Räume im Erdgeschoss werden nicht ständig beheizt." Das Einsparpotenzial wäre daher "eher gering". Anders könnte das bei der Straßenbeleuchtung aussehen. Unter dem Motto. "Weniger Strom - mehr Licht" will Krause die 84 Laternen von Quecksilber auf Natrium-Dampf umrüsten lassen. "Die Ein-Lampen-Strategie", die Buchholz verfolgt, spart zwar Energie, hat aber zur Folge, dass es im Dorf vergleichsweise dunkel ist." In den neuen und dann gelb "brennenden" Leuchten würde die Wattzahl zwar von 125 auf 70 respektive 50 Watt reduziert, gleichwohl wäre die Lichtausbeute größer. Der Kostenansatz: 20 000 Euro. Konkrete Zahlen erhofft sich die Gemeinde von einem E.ON-Mitarbeiter, der dem Rat die Vorzüge am heutigen Dienstag erläutern soll. Rund 1000 Euro hat der Bürgermeister für den Aufbau der Buchholz-Homepage veranschlagt, welche die zehn noch freien Bauplätze auf der Portugall, aber auch die zehn Baulücken im Ort bewerben soll. Außerdem soll die Homepage eine Plattform werden, auf der die Vereine auf sich aufmerksam machen können. Weitere 1000 Euro sind für Infomappen eingeplant, die (Neu-)Bürgern an die Hand gegeben werden sollen. Weiter möchte die Gemeinde für 14- bis 18-Jährige ein "Jugendforum Plus" aufbauen, das Zeltlager, School 's out Partys und Streetballturniere anbieten soll. Der Kostenansatz: 500 Euro. Last, but not least will der Bürgermeister "seinen" Buchholzern den Besuch des Freibades Rolfshagen mit Zuschüssen von 50 Prozent zu Zehner-, Dauer- und Familienkarten versüßen. Später sollen auch Besuche der Freibäder in Bückeburg und Obernkirchen bezuschusst werden. Erst mal nicht aufgenommen hat Krause den Wunsch der SPD nach einer attraktiveren Beschilderung der Wanderwege: "Die Gemeinde wird dem Heimat- und Kulturverein beitreten und ihm ein Gesamtkonzept erarbeiten." Finanziert werden könnte es aus "Leader"-Mitteln. "Keinen Handlungsbedarf" sieht die Landesbehörde laut Krause für Maßnahmen, die das Tempo von Fahrern auf der Bückebergstraße drosseln. Messungen hätten ergeben, dass das Maximaltempo dort im Schnitt bei "nur" 58 km/h liege - und auch das nur an einem der Messpunkte. Damit sei eine Ampel "illusorisch". Der Bürgermeister will eine Arbeitsgruppe bilden, die Alternativen aufzeigt. Dazu, sagt Krause, könnte die Anlage von bis zu drei Querungshilfen gehören, durch die die Straße verschwenkt würde. Doch wie auch immer - so oder so müsse kein fürchten, dass er 2008 finanziell "gemolken" wird, damit die Gemeinde ihre Projekte umsetzen kann. "Die Hebesätze bleiben unverändert - niedrig", so Krause. Denn die Finanzlage sei "komfortabel". Grund ist zum einen ein Nachschlag von 1,1 Millionen Euro Gewerbesteuer, die Buchholz Anfang 2007 erhalten hat. Zum anderen hat die Gemeinde weniger Geld ausgegeben als geplant; im Verwaltungshaushalt sind das 20 000, im Vermögenshaushalt 15 000 Euro. "Ende 2007", bilanziert der Bürgermeister, "betrug der Stand der Rücklage mehr als zwei Millionen Euro."



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