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Europaweit einzigartige Aktion an der A 2 / Schaumburger Delegation morgen beim Verkehrsminister

Drei Meter hohe Kreuze weisen auf Gefahren hin

Landkreis/Auetal (la/bab). Seit ein paar Tagen stehen im Auetal an der A 2 insgesamt drei rund drei Meter hohe weiße Kreuze, die die Autofahrer auf die Gefährlichkeit der Strecke hinweisen sollen. Gleich zwei Kreuze hintereinander wurden kurz vor der Abfahrt Rehren in Fahrtrichtung Dortmund aufgestellt, wo gerade in den vergangenen Monaten zahlreiche schwere Unfälle geschehen sind. Ein weiteres Kreuz steht in Fahrtrichtung Hannover kurz hinter der Abfahrt Rehren.

veröffentlicht am 12.09.2007 um 00:00 Uhr

Die weißen Kreuze sollen die Auto- und Lkw-Fahrer sensibilisiere

Ziel der europaweit einzigartigen Verkehrssicherheitsaktion, die die Polizeidirektionen Hannover und Braunschweig gemeinsam mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr initiiert haben, ist es, die Auto- und Lastwagenfahrer auf der A 2 für die besonderen Gefahren auf diesem Streckenabschnitt zu sensibilisieren und so Verkehrsunfälle zu verhindern. Partner sind die Landesverkehrswacht Niedersachsen und der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen. Zum ersten Mal wurden auf einer Autobahn Kreuze aufgestellt - und damit wird für die A 2 eine Symbolik aufgegriffen, die von Landstraßen seit vielen Jahrzehnten bekannt ist. Das Kreuz signalisiert, dass an dieser Stelle ein tödlicher Unfall geschehen ist, und bewirkt damit - oft unterschwellig - Betroffenheit und ein Bewusstsein für die tödlichen Gefahren. Genau das ist auch die Aufgabe der Kreuze an der A 2. Sie sollen, auch mit ihrer Größe von beinahe drei Metern, auf durchaus drastische Weise allen Verkehrsteilnehmern die besondere Gefährlichkeit dieses Streckenabschnitts vor Augen führen. Wer Niedersachsen auf der A 2 durchfährt, wird insgesamt 50 Kreuzen, die teils in Gruppen aufgestellt sind, an 25 Standorten begegnen. Unterstützt wird die symbolische Wirkung der Kreuze durch insgesamt 22 Banner, die an Brücken aufgehängt wurden. Die Banner nehmen die Kreuz-Symbolik auf, warnen dreisprachig vor der Unfallgefahr und arbeiten mit eindringlichen Bildern. Hintergrund für die Sicherheitsaktion ist die beunruhigende Unfallentwicklung auf dem niedersächsischen Teil der A 2. Auf den 150 Kilometern von Rehren bis Helmstedt haben sich von Januar bis Juli 2699 Verkehrsunfälle ereignet, nach 2127 im Vergleichszeitraum des Vorjahres - dies entspricht einer Zunahme um fast 27 Prozent. Bei 318 dieser Unfälle wurden Menschen verletzt oder getötet, die Vergleichszahl aus dem Vorjahr liegt hier bei 266 und damit ebenfalls deutlich niedriger. Besorgniserregend ist der extrem hohe Anteil der Lkw-Unfälle. An 1345 Unfällen von Januar bis Juli waren Lastkraftwagen beteiligt, das bedeutet eine Steigerung von 45 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006. 14 Menschen wurden dieses Jahr bisher getötet. Unterdessen fordert die SPD-Fraktion im Kreistag für die Feuerwehren entlang der Autobahn auch Unterstützung vom Bund - ein Vorstoß, der vom Lauenauer Kreistagsmitglied Wolfgang Kölling initiiert wurde. Morgen wird eine Delegation aus Schaumburg im Bundesverkehrsministerium empfangen. Dabei geht es um die besondere Belastung für die Feuerwehren der A 2-Anrainer-Kommunen. Kölling, stellvertretender Vorsitzender des Feuerschutzausschusses des Kreistags, hofft jetzt auf die Hilfe des Bundes. Die Einsätze auf der Autobahn, bei denen immer wieder Tote und Schwerverletzte geborgen werden müssen, bedeuten nach seiner Meinung große Härten für die Ehrenamtlichen. Die Finanzierung bliebe zudem an den Kommunen hängen. Daher suche die Kreistagsfraktion nun das Gespräch mit dem Bund. Die Einsätze der Schwerpunktwehren am Schaumburger Streckenabschnitt häuften sich in den vergangenen Monaten. Unterstützt wird die Schaumburger SPD-Fraktion vom heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy, der die Schaumburger in Berlin begrüßen will.



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