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Kyffhäuser bringen ganz Reine auf die Beine – und holen viele Gäste ins geteilte Dorf

Drei gute Gründe zum Feiern

Reine. 90 Jahre Kyffhäuser-Kameradschaft, 45 Jahre Kyffhäuser-Damengruppe und 40 Jahre Kyffhäuser-Jugendgruppe – das sind drei gute Gründe, im kleinen Bergdorf Reine wieder einmal kräftig zu feiern. Und es wurde gefeiert – mit einem Zeltfest drei Tage lang auf dem Hof Schwarze, unmittelbar an der niedersächsisch-nordrhein-westfälischen Grenze.

veröffentlicht am 17.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:09 Uhr

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Der erste Tag galt der Jugend und allen Junggebliebenen – 150 Gäste füllten bei der großen

Disco das Zelt und DJ Schinken aus Humfeld sorgte schwungvoll für eine tolle Nacht. Am folgenden Samstag gedachten die Kyffhäuser mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal der Toten der beiden Weltkriege, dem sich die traditionellen Ständchen für die älteren Mitglieder anschlossen. Ein Erinnerungsfoto der gesamten Kyffhäuser-Kameradschaft auf dem Festzelt leitete über zur großen Katervesper – 160 stärkten sich für den anschließenden großen Festball mit der flotten Tanzkapelle „Nightshift“, die dann über 200 Gäste in Schwung brachte.

Zuvor hatte der 1. Vorsitzende der Kyffhäuser-Kameradschaft Reine, Helmut Schwarze, alle willkommen geheißen – unter ihnen auch den neuen stellvertretenden Bürgermeister Dr. Marcus Schaper des Fleckens Aerzen und den Extertaler Bürgermeister-Kandidaten Ulrich Hilker. Leider ging Dr. Schapers umfangreiche „Glückwunsch-Ansprache“ im Wechsel der Marpetaler Blaskapelle zur Nightshift-Band sowie im allgemeinen „Theken-Getümmel“ völlig unter – sie hätte eine bessere Resonanz verdient gehabt.

Absoluter Höhepunkt dann am Sonntag mit dem Empfang der Ehrengäste und zehn auswärtigen Vereinen, Kyffhäuser-Kameradschaften und Blaskapellen von diesseits und jenseits der Landesgrenze zum großen Festmarsch durch das „bis über die Toppen geflaggte Reine“. Ehe jedoch zum Marschantritt geblasen wurde, wurde ein kurzer Kommers eingeschoben. Vorsitzender Schwarze kombinierte seine Begrüßungsworte gleich mit dem geschichtlichen Rückblick auf „90 Jahre Kyffhäuser-Kameradschaft Reine von 1925 bis heute“.

Die Bedeutung dieser Gemeinschaft im immer noch zweigeteilten Reine stellten in ihren Ansprachen besonders der Landrat des Kreises Lippe, Friedel Heuwinkel, und der Bürgermeister der Gemeinde Extertal, Hans Hoppenberg, heraus. Die Entwicklung der Kyffhäuser-Kameradschaft Reine und besonders das Gründungsjahr 1925 beleuchtete eingehend der Landesvorsitzende Joachim Stemme. Er nahm das Reiner Jubiläum gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden Hans-Joachim Krakowski(Aerzen) zum Anlass, als verdientes Mitglied Josef Grab für 25 Jahre Treue zu ehren. Und eine besondere Auszeichnung gab es für den langjährigen früheren Kameradschaftsvorsitzenden Günther Zacharias – ihm wurde vom Landesvorsitzenden für seine Verdienste das „Kyffhäuser-Kreuz I. Klasse im Eichenkranz“ verliehen.

Nachdem auch die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Martina Siekmeier mit ihrem Reinerbecker Ortsrat Friedrich Pettig und die Vorsitzenden der Gastvereine ihre Glückwünsche mit kurzen Worten übermittelt hatten, startete der beachtliche Festzug durch das geschmückte Reine. Angeführt von Damenleutnant Julian Hüller mit seinen Ehrendamen und dem Ehrenvorsitzenden Ewald Rose im offenen Cabrio, gefolgt von Landes- und Kreisvorsitzenden, Landrat,Bürgermeister und Ortsrat, ging es unter den Klängen der „Marpetaler Blaskapelle“ und der „Blaskapelle Sonneborn“ im Marschtritt zunächst durch den lippischen Teil von Reine, um dann über den Grenzweg in den niedersächsischen Teil zum Festzelt zurückzukehren. So sehr sich alle Sonne und blauen Himmel gewünscht hatten – froh war ein jeder, dass es im Festzelt ausreichend Durstlöscher gab. Und dazu Kuchen und Torten – natürlich von den Kyffhäuser-Frauen selbst gebacken. Bis in den späten Abend boten im Festzelt beide Blaskapellen noch beste musikalische Unterhaltung – das Jubiläumsfest war zweifellos ein Volltreffer.

Ehrungen im Mittelpunkt (von links): Hans-Dieter Jajor, Bürgermeister Hans Hoppenberg, Hans-Joachim Krakowski, Josef Grab, Ewald Rose (direkt dahinter Helmut Schwarze), Joachim Stemme und Günther Zacharias.wj



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