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Busbahnhof muss saniert werden / Ausschuss sucht nach dem geeigneten Weg / Schlimmer Zustand

Dreck, Schmierereien und pöbelnde Jugendliche

Bad Eilsen (tw). Schmierereien, Müll und Scherben: Der Busbahnhof mit seinem Warte- und WC-Häuschen gilt als der Schandfleck des Kurortes schlechthin. Immer wieder klagen Passanten obendrein über Belästigungen durch Jugendliche, die in dem Wartehäuschen Unterschlupf suchen - und die für die Verwüstungen verantwortlich gemacht werden.

veröffentlicht am 11.07.2008 um 00:00 Uhr

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Erst kürzlich hatte Gästeführerin Wilma Kolbe den Platz als Treffpunkt für eine Wanderung im Rahmen des Weserbergland-Sommers angegeben - und es im Nachhinein schwer bereut. Kolbe: "Gekommen waren etwa 30 Menschen, nahezu von ,überall' her. Ich habe mich für Bad Eilsen richtig geschämt." Jetzt indes sind auch in der PolitikÜberlegungen laut geworden, nach denen es mit dem Schandfleck schon bald ein Ende haben könnte. Ausgesprochen hat sie vor kurzem der Bauausschuss unter Vorsitz von Dr. Willi Dreves (CDU) - zunächst im Haus des Gastes und später nochmals bei einem Ortstermin am Busbahnhof. Demnach könnten für die Sanierung des Busbahnhofs Gelder freigemacht werden, wenn im Gegenzug auf die Sanierung der Wilhelmstraße - zunächst - verzichtet wird. Hans-Jürgen Winkelhake (SPD) fasst die Empfehlung, die der Bauausschuss dem Rat geben wird, nach dem Ortstermin so zusammen: "Das Warte-, aber auch das WC-Häuschen soll schnellstmöglichst abgerissen werden." Ersetzt werden soll das Ensemble durch einen "durch- sichtigen" Unterstand, der künftig nichtmehr am Rand des Platzes, sondern in dessen Mitte stehen soll. Auf ein neues WC-Häuschen will der Bauausschuss verzichten. "Dabei sollte die Gemeinde", so Winkelhake, "nicht auf Gelder warten, die es - eventuell - über den Masterplan gibt, sondern das Projekt mit eigenen Mitteln finanzieren." Zuvor hatte bereits Manfred Kühn (SPD) bei der Zusammenkunft im Haus des Gastes erklärt: "Weil sowohl die Sanierung der Wilhelmstraße als auch die des Busbahnhofes mit Steuergeldern realisiert wird, müssen wir Prioritäten setzen." Eine Teilsanierung der von Aufbrüchen und Rissen durchzogenen Asphaltdecke der Wilhelmstraße würde etwa 50 000 Euro kosten, eine Vollsanierung 75 000 Euro. Allerdings sind die besagten Mängel nach Dafürhalten des SPD-Ratsherrn nicht so gravierend, dass sie sofort beseitigt werden müssen. Daher plädiert Kühn dafür, die Sanierung der Straße um ein Jahr aufzuschieben - und das dann frei werdende Geld als Sofortmaßnahme in den Busbahnhof zu investieren. Horst Rinne (Gruppe Schütte/Rinne) sieht das nicht ganz so: "Die Wilhelm- straße", erinnert der Bürgermeister, "ist die Straße im Kurort, die von allen im schlechtesten Zustand ist." Es bestehe dringender Handlungsbedarf - denn wenn weiter Wasser in die Aufbrüche eindringe, werde ihr Zustand noch schlechter. Rinne plädiert dafür, zumindest die 50 000 Euro, die eine Teilsanierung kostet, zu investieren. Den Sanierungsbedarf für den Busbahnhof beziffert Rinne auf bis zu 30 000 Euro; das ist die Summe, die anfällt, wenn die Gemeinde das Warte- und WC-Häuschen abreißen und Ersteres durch einen "gläsernen" Neubau ersetzen lässt; sollte das WC-Häuschen stehen bleiben, käme die Gemeinde billiger weg. Doch wie auch immer: Geld für das Projekt könne es langfristig möglicherweise über den Masterplangeben. Rolf Prasuhn (CDU) möchte die Projekte Wilhelmstraße und Busbahnhof nicht in einen Topf werfen: "Ist die Straße erst richtig kaputt, wird die Sanierung richtig teuer - das ist eine Binsenweisheit." Derweil ist Dreves dafür, 50 000 Euro für das Sanieren der Wilhelmstraße zu verwenden - und das gesparte Geld (25 000 Euro) in die Sanierung des Busbahnhofs zu stecken: "Denn der ist die Visitenkarte von Bad Eilsen." Die Entscheidung liegt jetzt - wie gesagt - beim Rat.



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