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Schaumburg-Lippischer Heimatverein will Schriftenreihen weiterentwickeln

Dr. Stefan Brüdermann verpflichtet: Viel Arbeit für neuen Schriftleiter

Bückeburg (gp). "Behutsam, aber beharrlich" will der neue Vorsitzende des Schaumburg-lippischen Heimatvereins, Dr. Wolfgang Vonscheidt, die traditionsreiche Bürgergemeinschaft "zukunftsfähig" machen und "dazu beitragen, dem Verein langfristig den ihm in der regionalen Kulturlandschaft zustehenden Platz zu sichern". Um diesem Ziel ein wenig näher zu kommen, hat der Vorstand auf einer Klausurtagung erste inhaltliche und personelle Weichenstellung beschlossen. So wird sich in Kürze eine durch externe Fachleute verstärkte Arbeitsgruppe auf die Suche nach Vorschlägen zur Weiterführung und Finanzierung des Landesmuseums machen.

veröffentlicht am 26.04.2006 um 00:00 Uhr

Dr. Stefan Brüdermann (links) soll neuen Schwung in die "Produkt

Auch in Punkto Geschäftsführung und Mitgliederbetreuung soll sich einiges ändern. So kehrt die vor zwei Jahren aus dem Vorstandsteam ausgeschiedene "Ur-Bückeburgerin" Dorothea Hammer in die Führungsmannschaft zurück. Als weitere personelle Verstärkung und als zukunftsweisendes Signal in Punkto vereinsübergreifender Zusammenarbeit wertet Vonscheidt auch die Berufung von Dr. Stefan Brüdermann. Der stellvertretende Chef des Bückeburger Staatsarchivs hat sich zur Übernahme des Schriftleiter-Postens bereiterklärt. Die Hauptaufgabe des 47-Jährigen wird laut Satzung die Intensivierung der Herausgabe von historischem, naturwissenschaftlichem und/oder heimatkundlichem Schrifttum sein. Einer langen Tradition entsprechend bringt der Verein bisher vor allem zwei Buch- und Heftreihen heraus - die "Schaumburg-Lippischen Mitteilungen" und die "Schaumburg-Lippische Heimat-Blätter". Die aufwendig in Buchform gestalteten "Mitteilungen" zielen auf eine an wissenschaftlich aufbereiteten Themen interessierte Leserschaft. Die vierteljährlich erscheinenden, 24-seitigen Heimat-Blätter sind als informative und unterhaltsame Vereinsschrift und als Mitgliederinformation gedacht. Brüdermann wird sich vorrangig um die Weiterentwicklung der seit 1904 erscheinenden "Mitteilungen" kümmern. Als Autor und Herausgeber zahlreicher historischer Schriften bringt der promovierte Historiker und Germanist dazu beste Voraussetzungen mit. Ins hiesige Staatsarchiv wurde er vor drei Jahren berufen. Den "letzten Schliff" für seinen Bückeburger Job hatte er sich zuvor während eines mehrjährigen Einsatzes im Deutschen Historischen Institut in Rom geholt. Der erste, unter der Regie von Brüdermann auf den Markt kommende "Mitteilungs-Band" wird 2007 erscheinen. Das Erscheinen des letzten Buches liegt fünf Jahre zurück. An den auf 10 000 Euro veranschlagten Kosten dürfe und werde das Projekt nicht scheitern, zeigte sich Vonscheidt in Punkto Mittelbeschaffung optimistisch.

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