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Junior wird Vizemeister / Doppelseite für "Hey-Speed-Duo" / Reihenfolge 2008 erörterungswürdig

Dr. Hey fährt dritten Klassensieg in Folge ein

Bückeburg (bus). Dr. Theophil Hey hat das Kunststück vollbracht, zum dritten Mal nacheinander einen Klassentitel der Historischen Tourenwagen- und GT-Trophy (HTGT) zu gewinnen. Der früher in Bückeburg als Arzt tätige Oldie-Pilot verwies dabei - wie im Vorjahr - seinen Sohn Theophil Hey jun. auf den zweiten Platz.

veröffentlicht am 09.11.2007 um 00:00 Uhr

Dr. Theophil Hey (rechts) wird zum dritten Mal nacheinander Klas

Dass es mit der Verteidigung des 2006 sensationell errungenen Gesamttitels nicht klappen würde, hatte sich bereits vor den letzten beiden Läufen in Dijon und auf dem Nürburgring abgezeichnet. "Wir freuen uns aber auch über den dritten Platz in der Gesamtwertung", gibt das Team Dr. Hey/Hey jun. zu Protokoll. In der Endabrechnung der 62 gemeldeten Fahrzeuge war Karl Schäfer (Porsche 911) in diesem Jahr der Sieg nicht zu nehmen. Die Bemühungen von Hey sen. waren nicht zuletzt wegen der relativ geringen Starterzahl in der bis 1000 Kubikzentimeter reichenden Klasse eingeschränkt - bei Unterschreitung einer bestimmten Teilnehmerzahl gibt es in der vom AvD ausgeschriebenen Serie nur die halbe Punktausbeute. "Falls bei uns ein paar Chauffeure ausfallen, können wir die volle Ernte nicht einfahren", verdeutlichen die DKW F 12-Experten. Aus diesem Grund werden in der "Bückeburger Boxengasse" momentan Überlegungen diskutiert, für 2008 eine dritten renntauglichen "F 12" auf die Räder zu stellen. "Rohmaterial" für dieses Vorhaben sei in ausreichendem Maße vorhanden, verrät Vater Hey. Es mangele aber derzeit noch an einem geeigneten Steuermann. Apropos "Steuermann": Ob die scheinbar fest zementierte Reihenfolge "Vater vor Sohn" auch in der Neuauflage des allgemein als Deutsche Meisterschaft bezeichneten Wettbewerbs Bestand haben wird, gilt in Fachkreisen als erörterungswürdig. "Ich hatte in der aktuellen Serie vier materialbedingte Ausfälle zu verkraften", schildert der Junior seine Sicht der Saison. In Dijon sei ihm der Bruch eines Kolbenrings zum Verhängnis geworden. Auf dem Nürburgring, wo "Eifelwetter" mit Sturm, Regen und Nebel der übrigen HTGT-Truppe in die Benzin- und den Residenzstädtern in die Gemischsuppe spuckte, mussten Zündung und Vergaser eines neuen Motors einer kniffligen Feinjustierung unterzogen werden. "In der Geschwindigkeit liegen wir nur noch Nuancen auseinander", räumt der Senior ein. Unterdessen hat das "Hey-Speed-Duo" weiteres bundesweites Medieninteresse geweckt. Ein doppelseitiger Bericht einer Fachzeitschrift vom Renngeschehen in Oschersleben schildert "beherzt ins Ruder greifende Fahrer", "trotz der kleinsten Hubräume im Feld Angriffe auf die hubraumstärkere Konkurrenz" sowie "leistungsstarke und kerngesunde Dreiströmer-Motoren". "Wir wollen unsere Ohren vom Sound der schnellen Renn-DKWs verwöhnen lassen", schreibt der Verfasser, der als Fazit seiner Eindrücke den Werbespruch einer Branntwein-Destillerie aufnimmt, nach dem deren Produkt lebendig ist und selbstbewusst seinen Weg geht: "DKW is alive and still going strong."



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