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CVJM-Bundesposaunenwart verfolgt ein erfolgreiches Konzept an der Grundschule / Einführung in den Schulen

"Dort sind Knöpfe - und da muss man hineinpusten"

Heeßen (sig). "Wisst Ihr, wie so ein Blasinstrument zu bedienen ist?", fragt Klaus-Peter Diehl die Schüler der Klasse 4a. Blitzschnell antwortet ein Junge: "Dort sind so Knöpfe dran, und da muss man hineinpusten!" Ein paar Lacher unter den anwesenden Erwachsenen, aber dann entdeckt der aus dem ostwestfälischen Dorf Hille stammende Musikexperte eigentlich nur noch erstaunliche Talente unter seinen jungen Zuhörern.

veröffentlicht am 11.09.2007 um 00:00 Uhr

Felix Kossendey versucht sich an der Posaune. Kristina Lehmann w

Es gab kein Schulkind, das nicht in der Lage gewesen wäre, den verschiedenen Instrumenten einen Ton zu entlocken. Im Gegenteil: In einigen Fällen war es sogar eine ganze Reihe von Tönen. Für den Konrektor i. R. Friedrich Winkelhake, immer noch aktives Mitglied des Posaunenchors Bad Eilsen-Rolfshagen, taten sich Blütenträume auf. Wenn von den drei vierten Klassen der Heeßer Grundschule nur ein Bruchteil den Weg zum örtlichen Posaunenchor findet, würde daraus ein außerordentlich stattliches Ensemble. Das war natürlich das wichtigste Anliegen dieser Begegnung am Montagvormittag. Drei Klassen erklärte der Bundesposaunenwart des Christlichen Vereins Junger Männer (CVJM), Klaus-Peter Diehl, die Funktion einer Tuba, einer Posaune, einer Trompete sowie eines Horns. Er machte das sehr anschaulich, so dass dievon ihren Lehrkräften begleiteten Jungen und Mädchen aufmerksam bei der Sache waren. Schon das Messen des Lungenvolumens als Einführung faszinierte die Kinder. Jan Ulrich, der frühere Radprofi, soll über neun Liter Luft verfügt haben. Das ist ein Rekordwert, an den nur solche Hochleistungssportler herankommen. Aber schon mit deutlich weniger kann man ein guter Blasmusiker werden. Eine etwa zweijährige Übungszeit benötigt man in der Regel aber schon, bis man in einem Posaunenchor oder in einem anderen Blasorchester mitwirken kann. Man könne auch zusammen mit Vater oder Mutter zu den Übungsabenden des inzwischen seit 81 Jahren bestehenden Posaunenchors Bad Eilsen-Rolfshagen kommen, der von Siegbert Held aus Rolfshagen geleitet wird und dem CVJM angehört. Bei einem Info-Abend steht am Donnerstag, 20. September, ab 18 Uhr im evangelischen Gemeindesaal Friedrich Winkelhake zusammen mit Klaus-Peter Diehl Rede und Antwort zu Beginn einer neuen Bläserschulung. Bereits vier Tage vorher, am kommenden Sonntag, gibt es ab 17 Uhr in der Christuskirche eine "Musikalische Reise durch 80 Jahre CVJM Bad Eilsen". Diehl: "Unser Konzept, dessen Erfolg auf der Zusammenarbeit mit den Grundschulen beruht, nennt sich "Blech blasen statt Blech reden" und hat dazu beigetragen, dass bereitsüber 1000 Kinder den Weg zu den Posaunenchören gefunden haben. Es ist sogar in Südamerika von deutschen Gemeinden übernommen worden, unter anderem in Paraguay." Übrigens: Wer am Donnerstag, 20. September, im Gemeindesaal dabei sein will, möglichst mit einem Elternteil, sollte sich vorher unter der Rufnummer (05722) 4315 anmelden.



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