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Selbstkritische Sicht des Vorstandes vom VTSV Hämelschenburg / Kooperationen von Dorfvereinen als Lösung?

Dorfvereine leiden unter demografischem Wandel

Hämelschenburg. Wichtige Vorstandsposten wiederbesetzt, engagierte Mitglieder ausgezeichnet und die Marschrichtung für das kommende Vereinsjahr vorgegeben: Bei der Jahresversammlung des VTSV Hämelschenburg zog Vereinsvorsitzender Heinz Brockmann eine positive Bilanz – beleuchtete aber auch Bereiche, die aus seiner Sicht dringend verbessert werden müssen.

veröffentlicht am 29.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:21 Uhr

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Brockmann wurde von den Mitgliedern einstimmig im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Als seine Stellvertreter fungieren Sandra Kompa und Markus Bagusche, den die Versammlung für den ausgeschiedenen Peter Verbarg wählte. Als Schriftführerin wurde Antje Tegtmeier im Amt bestätigt. Einen Wechsel gab es auch in der Führung der Finanzen des Vereins. Nach langjähriger Tätigkeit als Kassenwartin übergab Olga Meyer ihren Posten an Birgit Meyer. Als Männerturnwart und Turnfestwart wurde Heinz Bremer wiedergewählt, Lucas Essmann wurde als Kassenprüfer gewählt.

Brockmann dankte den scheidenden und neuen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz für den Verein, mahnte dabei aber auch stärkeres ehrenamtliches Engagement der Mitglieder an. Die Neubesetzung der vakanten Posten sei dem Vorstand nicht leicht gefallen, die Bereitschaft zur Übernahme eines Amtes sei nicht sehr ausgeprägt. Letztlich seien alle Mitglieder gefordert, für die Zukunft ihres Sportvereins zu arbeiten, denn der demografische Wandel schlage sich bereits deutlich in der Mitgliederentwicklung nieder. „Innerhalb von fünf Jahren haben wir rund 14 Prozent unserer Mitglieder verloren“, erklärte Brockmann. Seine Befürchtung: Der Trend werde sich fortsetzen, da Jugendliche nicht an der Tradition eines Sportvereins interessiert seien. „Für diese Zielgruppe tun sich ganz andere Möglichkeiten auf, als in einem Dorfverein Sport zu treiben – zumal die größeren Vereine auch ganz andere Möglichkeiten bieten können“, machte Brockmann deutlich. Der Vorsitzende regte an, die Möglichkeit der Kooperation mit anderen Sportvereinen intensiver in die Überlegungen einzubeziehen, um die Kosten zu minimieren. Langjährige Mitglieder wurden von ihm ausgezeichnet: Carola Spieler gehört dem VTSV seit 40 Jahren an, Ulla Lübbe sogar bereits seit 50 Jahren.

Positiv herausgehoben wurde von Brockmann die Beteiligung am Sportabzeichen-Wettbewerb. 57 der 325 VTSVler absolvierten die Prüfungen. Für ihr Engagement bei der Sportabzeichen-Abnahme dankte der Vorsitzende Adelheid Tegtmeier, die, unterstützt von Sebastian und Ann-Cathrin Ohm, Sandra Kompa und Egbert Dahlbock, erneut zahlreiche Mitglieder zum Training motivierte.

Thorben Kompa stellte den Mitgliedern den von ihm entwickelten neuen Internetauftritt des Vereins vor, der unter www.vtsv-haemelschenburg.de zu erreichen ist.



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