weather-image
28°
Noch nicht vollständig "Maiklänge"-tauglich / Musikalische Kostprobe am Himmelfahrtstag

Dorfkapelle stimmt sich aufs Schützenfest ein

Cammer (bus). In Cammer sind es in diesem Jahr nicht die viel zitierten "voraus geworfenen Schatten", die ein bevorstehendes Ereignis ankündigen, sondern weithin unüberhörbare Töne. Soll heißen: Die Cammeruner Dorfkapelle stimmt sich auf das an Himmelfahrt gefeierte Schützenfest ein.

veröffentlicht am 07.05.2007 um 00:00 Uhr

Die Cammeruner Dorfkapelle (Vierter von links: Dirigent Lars Fre

Das 2005 gegründete Ensemble ist sozusagen der jüngste Spross des 1919 gegründeten Vereins "Ruhe siegt". "Beim Fest werden wir wie im vergangenen Jahr erneut einige Kostproben unseres Könnens präsentieren", signalisieren Schützenchef Christoph Kalthegener und Stabführer Lars Freden. Ortsbürgermeister Friedrich Rösener, der den Schützen bis 1994 für dreieinhalb Jahrzehnte vorsaß, führt den Bestand des mittlerweile einzigen unter Vereinsregie organisierten Schützenfestes Bückeburgs auf Aktivitäten wie die der Dorfkapelle zurück. "Wir haben uns häufig neue Aktionen einfallen lassen", ist er mit Nachfolger Kalthegener einer Meinung. Die Kapelle verfüge zwar "noch nicht über vollständige Maiklänge-Tauglichkeit", deren Auftritte erfreuten sich aber dennoch in Cammer großer Beliebtheit. Gegenwärtig feilt Freden an der Perfektionierung des einigermaßen überschaubaren Repertoires. "Weserlied", "Wandersmann" und "Hoch auf dem gelben Wagen" klingen bereits ganz passabel; Nationalhymne, Sternpolka und "Das Lieben bringt große Freud" könnte ein wenig Feinschliff nicht schaden. Der musikalische Leiter meint, dass dem Klangbild insgesamt eine "erste Trompete" gut zu Gehör stünde. Interessenten, die den derzeitig zwölf Aktive umfassenden Kreis erweitern möchten, seien jederzeit willkommen. Das Alter spiele keine Rolle. Was die aktuell von 14 bis 75 Jahre reichende Spanne unter Beweis stellt. "Ruhe siegt" ist schießsportlich sowohl in Schaumburg als auch in dem am früheren Amt Lahde zu Windheim orientierten Schützenbund "Westfalia" engagiert. Von der nach wie vor hervorragenden Treffsicherheit der Cammeruner Schützen zeugt der Gewinn des "Westfalia"-Bannerschießens. Aus dieser im Nordteil der heutigen Stadt Petershagen sehr beliebten (und umkämpften) Konkurrenz gingen die am Schaumburger Wald beheimateten Vereinsvertreter 2005 zum dritten Mal als Sieger hervor. Die Qualität der Schützen lässt für den am 17. Mai anstehenden Wettstreit um die Königswürde einige Spannung erwarten. Um die Nachfolge von Jörn-Christian Prange, der sich im Vorjahr im dritten Stechen gegen Klaus Westphal und Frank Lahmann durchsetzte, wird von 10.30 Uhr an gerungen. Eine Stunde zuvor wird ein Gottesdienst auf dem am Dorfgemeinschaftshaus errichteten Festzelt das Geschehen eröffnen. Der Einmarsch zur Königsproklamation ist für 16.30 Uhr vorgesehen. Anschließend schwingen Gastgeber und Besucher die Tanzbeine. "Und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben", sagen Freden, Kalthegener und Rösener voraus. Der Bestand des Festes stehe schon deswegen nicht infrage, weil es "im Prinzip unser Hobby" sei.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare