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"Historischer Spaziergang" mit einer Rekordbeteiligung / Marcus Lehmann führt große Gruppe durch den Ort

Dorfgeschichte zum Anfassen: Unterwegs in Buchholz

Buchholz (sig). Der "Historische Spaziergang", zu dem die Wählergemeinschaft in Buchholz (WIB) eingeladen hatte, dürfte einige Rekorde geschlagen haben. Rund 70 Einwohner hatten die Wanderschuhe geschnürt und sich auf den Weg zum Dorfgemeinschaftshaus gemacht, wo sie vom WIB-Vorsitzenden Rolf Milewczek willkommen geheißen wurden.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:48 Uhr

Schützenchef Heinz Meier (rechts) tauscht Erinnerungen mit seine

Der Heimathistoriker Marcus Lehmannübernahm die Aufgabe, die Teilnehmer während eines über zweistündigen Spaziergangs über viel Wissenswertes aus der Vergangenheit des Dorfes zu informieren. Die erste Frage galt dem Alter des Ortes. Lehmann wollte sich nicht endgültig festlegen. Die erste urkundliche Erwähnung stamme jedoch aus dem Jahre 1487. Der Ursprung war wohl der Hof Nr. 1 (Henkhausen), heute noch bekannt als "Kuiserhof". Von hier aus hat sich das Dorf in Richtung zur Arensburg entwickelt. Beim Baugebiet "Auf der Portugall" erinnerte Lehmann daran, dass diese Bezeichnung wohl etwas mit dem Grafen Wilhelm zu tun haben dürfte, der einst Heerführer einer englisch-portugiesischen Armee gewesen war. Buchholz habe einst einen "Portugieserhof" besessen, in dem verdiente Soldaten des Grafen wohnten. An den ehemaligen Bahnhof erinnern fast nur noch die Gleise der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn, die zwischen 1898 und 1900 ins Leben gerufen wurde. Buchholz erhielt erst 1939 eine Bahnstation und 1947 ein Empfangsgebäude. Davon ist heute nichts mehr übrig geblieben. Am Standort des früheren Eisenhammers berichtete Marcus Lehmann, dass hier einst landwirtschaftliche Geräte und Schneidewerkzeuge geschmiedet und geschliffen wurden. Am ehemaligen Hotel-Restaurant "Auetal" vorbei ging es zur Schlingmühle, die 1673 als Kornmühle entstanden war. Etwas flussaufwärts befand sich die ehemalige Arensburger Papiermühle, in der noch bis 1872 Papier geschöpft wurde. Lehmann befasste sich auch mit dem Entstehen der Autobahn und erläuterte die Bedeutung der Arensburg als dem früheren Verwaltungssitz. Zum Abschluss warfen die Wanderer noch einen Blick auf den Bereich des früheren Schwimmbades und Kindergartens. Nach der Rückkehr luden die Mitglieder der WIB-Arbeitsgruppe "Dorfgemeinschaft und Dorfentwicklung" (Angela Tosar, Wolfgang Witt und Gudrun Spiller) alle Teilnehmer zu einer Grillparty in den Garten des Dorfgemeinschaftshauses ein.



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