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Vor Gericht: 34-Jähriger auch wegen Ladendiebstahls verurteilt / Geldstrafe von 650 Euro

Doppelt kassiert: Zwei Schecks vom Job-Center

Rinteln (maf). Für die Unterschlagung eines Schecks vom Job-Center und den Diebstahl einer DVD muss ein 34-jähriger Rintelner nun eine Geldstrafe von 650 Euro zahlen. Ende 2007 hatte der Arbeitslose zwei Schecks über jeweils gut 500 Euro erhalten und eingelöst und damit die Dezemberleistung doppelt kassiert. Bereits sechs Monate zuvor war er zudem bei einem Ladendiebstahl erwischt worden.

veröffentlicht am 08.11.2008 um 00:00 Uhr

Am 30. November 2007 ging der Angeklagte zum Job-Center und gab an, ihm sei der Scheck für Dezember nicht zugeschickt worden. Daraufhin wurde ihm ein zweiter Scheck ausgestellt. Gleichzeitig unterschrieb der Arbeitslose eine Erklärung, wonach er bei nachträglichem Erhalt der ursprünglichen Zahlungsanweisung den Scheck nicht einlösen dürfe. Ein paar Tage später will der Mann doch noch per Post die ursprüngliche Zahlungsanweisung bekommen haben, die er am 5. Dezember dann auch einlöste und somit für Dezember doppelt kassierte. Den Großteil des Geldes verwendete der 34-Jährige für die Erstausstattung des Kinderzimmers seines jüngsten Sohnes, weil er damals allzu lange auf einen entsprechenden Zuschuss warten musste. "Im Wege der Eigenvollstreckung geht das aber auch nicht", monierte Amtsrichter Christian Rost. Letztlich ent-stand der Öffentlichkeit jedoch kein Schaden, weil das Job-Center den entsprechenden Betrag im Januar gleich einbehielt. Im Mai vergangenen Jahres war der bereits mehrfach wegen Betruges vorbestrafte Angeklagte durch einen Ladendiebstahl aufgefallen. Ein Kaufhausdetektiv beobachtete den Mann, wie er eine DVD aus der Verpackung nahm und in einer anderen Abteilung in seiner Jacke verschwinden ließ. Später wurden in seiner Jacke noch weitere Waren gefunden: zwei Schachteln Zigaretten und vier Pflegehalsbänder für Tiere. Den Diebstahl der DVD räumte der Arbeitslose ein. Dagegen will er die übrigen Artikel schon in der Tasche gehabt haben, als er das Geschäft betrat. Seiner Aussage zufolge stammten die Zigaretten von einer Tankstelle, das Flohhalsband aus einem anderen Markt. Da der Detektiv keine genaue Erinnerung an den Vorfall hatte, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte die Sachen bereits zuvor woanders gekauft hatte.



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