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Feuerwehrwettbewerb in Hemeringen mit 15 Wehren / Tempodruck und neue Begriffe

Doppelsieg trotz der Löcher im Schlauch

Hemeringen (gro). „Hier stehen alle im Wettbewerb, aber wir lernen voneinander“, sagte der stellvertretende Stadtbrandmeister Karsten Redeker von Hessisch Oldendorf. Am Feuerwehrwettbewerb in Hemeringen nahmen 15 Wehren mit insgesamt 18 Gruppen teil, kämpften um die besten Zeiten und geringsten Fehler. Es ging um einen Pokal und die Siegerwanderplakette, die in den vergangenen beiden Jahren Möllenbecks Feuerwehrjugend heimgetragen hatte.

veröffentlicht am 28.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 20:41 Uhr

Schnelles Einrollen der Schläuche ist gefragt.

Ein „Feuer im Dachgeschoss“ und „Brandbekämpfung“ lautete der Auftrag für alle Gruppen. Die Tragkraftspritze musste raus aus dem Fahrzeug, der Saugschlauch in offenes Wasser gelassen werden. 80 Meter Schlauch sollten ausgerollt werden, sodann sollten die Helfer über die Leiter in das „Gebäude“ eindringen und drei Kanister von ihrem „Podest“ spritzen, sowie das Material wieder ins Fahrzeug verstauen. Nicht nur der Zeitdruck, auch die neue Kommandosprache forderte erhöhte Aufmerksamkeit. Bei einigen steckten noch die Begriffe der alten Wettkampfregeln im Kopf. „Das Wort ,Lagemeldung‘ fehlte“ oder „Die Gruppe hat nicht ,einsatzbereit‘, sondern ,zur Stelle‘ gemeldet“, sagte ein Wettkampfrichter und erläuterte „das sind Fehler“. Friedrich Söhlke, Ortsbrandmeister und Leiter der Wertungskomission, stellte fest: „Sie haben alle versucht, das Beste herauszuholen.“

„Ich bin zufrieden“, beurteilte Ilona Junker aus Segelhorst die Leistung ihrer Gruppe. „Die Generalprobe war lehrreich,“ stellte Christine Gärling aus Hattendorf fest und Tamara Wefer aus Diedersen: „Zu Hause waren wir schon gut – hier wollen wir noch besser sein. Unter die ersten zehn wollen wir kommen.“ Jens Priesmeier aus Lachem fand den Ablauf gut, „aber die neuen Richtlinien haben zu kleinen Fehlern geführt“. Optimistisch gab sich Gruppenleiter Klaus-Dieter Budde aus Goldbeck. „Gefühlt waren wir nicht schlecht, und das mit zwei Gruppen, in denen sechs neue Leute sind.“ Der Wettkampf der Goldbecker sorgte für Gelächter: kaum war das Wasser in den Schläuchen, entpuppten die sich als wahre „Regenmacher“ durch zahlreiche Löcher. „Die sind nicht kaputt. Die Schläuche nehmen wir immer zur Bewässerung unseres Übungsplatzes“, erläuterte Budde. Groß war das Staunen bei der Siegerehrung. Mit kaputten Schläuche angetreten, siegte Goldbeck 1 bei dem Wettbewerb mit 393,63 Punkten, gefolgt auf Platz zwei von der eigenen zweiten Gruppe mit 381,94 Punkten. Herkensen 1 belegte den dritten Platz mit 371,24 Punkten. Dahinter Friedrichsburg, Möllenbeck 1, Pötzen, Egge, Diedersen 1 und 3, Segelhorst, Rannenberg, Hattendorf 1, Tündern, Krankenhagen, Heßlingen, Herkensen 4, Grupenhagen und Lachem.

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