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Eveser Grundschüler sehen "Bastien und Bastienne" in einer Aufführung der "Jungen Oper"

Donnernder Applaus für "olle Oper-Kamelle"

Evesen (bus). Vier Jahrhunderte sind in diesem Februar ins Land gezogen, dass Claudio Monteverdi in Mantua mit "LOrfeo" sein erster "Dramma per musica" präsentierte. Die Aufführung gilt heute als Geburtsstunde der Oper. Wolfgang Amadeus Mozarts Jugendwerk "Bastien und Bastienne" ist nicht ganz so alt, hat aber auch schon 239 Jahre auf dem Buckel. Dass eine derart "olle Kamelle" auch heute noch große Begeisterung hervorrufen kann, hat am Dienstag die "Junge Oper Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen" unter Beweis gestellt - vor 157 Grundschülern in der Turnhalle Evesen.

veröffentlicht am 02.03.2007 um 00:00 Uhr

In der Grundschule Petzen ist die "große Oper" zu Gast. Das jung

Was im Winter 1607 als Privatvergnügen gelangweilter italienischer Adeliger seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile zum Weltschlager entwickelt. Allein in Deutschland existieren rund 150 Theater, in denen die hinreißenden Übertreibungen dieser Kunstform gezeigt werden. Pro Jahr besuchen etwa sieben Millionen Menschen die Vorstellungen. Da wollten die jungen Eveser verständlicherweise nicht fehlen. Dass die Grundschulhalle dabei kaum das Flair der Mailänder Scala, der Londoner Covent Garden Opera oder der New Yorker Met ausstrahlte, spielte weder für das Publikum noch für die Darsteller eine gewichtige Rolle. Die Mädchen und Jungen hatten sich im Unterricht ausführlich auf das außergewöhnliche Gastspiel vorbereitet, wussten die einzelnen Stimmlagen zu unterscheiden und waren ein wenig mit dem Inhalt des Singspiels vertraut. Auf der Künstlerseite vermittelte das dreiköpfige Ensemble Spielfreude und Einfühlungsvermögen. Und als am Ende des kurzweiligen Einakters, nach elf Sologesängen, drei Duetten und einem Finalterzett zwischen den Protagonisten wieder alles in Butter war, gab es einen donnernden Schlussapplaus.

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