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Reiten wie die Cowboys beim Westernturnier in Hameln / Auch Kinder und Jugendliche dabei

Donnernde Hufe und wirbelnder Sand

Hameln. Zum dritten Mal hatte der Reiterverein Hameln zum Turnier geladen, das unter der Schirmherrschaft der ersten Westernreiter Union Deutschlands stattfand. Rund 150 Teilnehmer aus Norddeutschland nahmen an 360 Starts in elf verschiedenen Western-Disziplinen teil. „Das Wetter spielt mit und wir genießen die Atmosphäre“, sagt eine Reiterin aus Lüneburg, die mit Mann, Kindern, Hund und zwei Pferden angereist war. Ob die sportlichen Prüfungen für Reiter und Pferd nun Horsemanship, Pleasure, Reining oder Trail heißen, ihre Basis liegt im „Wilden Westen“ der USA. Entlaufene Rinder suchen und zurücktreiben, Herden in andere Koppeln umsiedeln oder ganz einfach das Gelände kontrollieren: All diese Arbeiten waren ohne Pferd undenkbar. „Westernpferde müssen nervenstark, diszipliniert und zur Mitarbeit motiviert sein“, erläutert Turnierleiterin Claudia Mai, die selbst nach 30 Jahren in der klassischen englischen Reitweise in den Westernsattel umgestiegen ist und diese Art des Reitens jetzt auch im Unterricht des Hamelner Reitvereins vermittelt. Positiv hebt sie die Tatsache hervor, dass unter den Startern zahlreiche Kinder und Jugendliche waren, was die steigende Beliebtheit des Westernreitens belegt. „Die Akzeptanz ist deutlich gestiegen“, sagt sie und betont: „Es gibt keine Konkurrenz zu den klassischen Reitsdiziplinen. Wir haben alle den Partner Pferd und jeder arbeitet so mit ihm, wie es ihm am besten liegt.“

veröffentlicht am 01.09.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der „Horse-Dog-Trail“, bei dem Reiter, Pferd und Hund auf dem Parcous harmonisch zusammenarbeiten, um Hindernisse zu überwinden und Geschicklichkeits-Aufgaben zu bewältigen. Siegerin dieser kniffeligen wie unterhaltsamen Disziplin war Anke Peukert aus Schwarmstedt mit ihrem Hund Amy und dem Pferd Baileys Sugar Boy. Der vierjährige Australian Shepard hat bereits viel Erfahrung mit Pferden. „Amy hat mich schon als Welpe in den Stall begleitet. Sie mag Pferde.“ Spaß an der Prüfung haben offensichtlich alle drei. „Jetzt haben wir gute Chancen auf eine Teilnahme an der deutschen Meisterschaft“, freut sich Anke Peukert und dankt für den Pokal. „Erfolg hin oder her, wenn ich merken würde, dass es meinen Tieren zu viel wird, würde ich sofort aufhören“, betont sie, während Paint Horse Bailey zufrieden an einer Möhre kaut.



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