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Lehrgang im Vereinsheim / Defibrillator kann Leben retten

DLRG Rolfshagen: Mit neuem Rettungsgerät in die Wachsaison

Rolfshagen (la). In Deutschland sterben jedes Jahr rund 100 000 Menschen durch plötzliches Herzversagen, das in der Regel mit einem Kammerflimmern anfängt. Die einzige effektive Gegenmaßnahme stellt die Defibrillation dar. Das heißt, mittels eines elektrischen Schocks von außen wird das gesamte Leitungssystem des Herzens depolarisiert. Bei erfolgreicher Anwendung stellt sich danach der normale Herzrhythmus wieder ein. Entscheidend ist ein möglichst früher Beginn der Defibrillation, denn jede Minute ohne wirksame Reanimation senkt die Überlebenschance um zehn Prozent.

veröffentlicht am 21.05.2007 um 00:00 Uhr

Peter Treff erläutert den Lehrgangsteilnehmern den Umgang mit de

Uwe Deppe von der Doktorsee GmbH hat in Abstimmung mit Vertretern des Vorstandes der DLRG Ortsgruppe Rolfshagen die Anschaffung eines AED (Automatisierter Externer Defibrillator) beschlossen. Das batterie-, beziehungsweise akkubetriebene Gerät erstellt selbst ein EKG, wertet es aus und gibt dem Benutzer genaue Anweisungen, was zu tun ist. Damit wurde ein entscheidender Beitrag zu einem höheren Sicherheitsstandard für die Besucher und insbesondere die Badegäste des Doktorsees geleistet. Die DLRG Ortsgruppe Rolfshagen, für die die Wachsaison am Himmelfahrtstag wieder begonnen hat, hat kürzlich die Mitarbeiter der Doktorsee GmbH und die DLRG-Wachgänger im Umgang mit dem AED ausgebildet. Peter Treff, Erste Hilfe- und AED-Ausbilder der DLRG Rolfshagen, unterrichtete an zwei Abenden die Lehrgangsteilnehmer. Die Arbeit mit einem extra dafür von der Rolfshäger Ortsgruppe der DLRG angeschafften AED-Trainingsgerät vermittelte den Teilnehmern einen realistischen Eindruck der Defibrillation. Spektakuläre Szenen, wie man sie aus diversen Krankenhausserien im Fernsehen kennt, blieben dabei allerdings aus. Das Gerät befindet sich auf der DLRG-Wachstation am Doktorsee oder beim Personal der Doktorsee GmbH und ist für den hoffentlich nicht eintretenden Notfall immer einsatzbereit. "Ein solches Gerät wünschen wir uns auch für das Freibad in Rolfshagen", sagte Dirk Ackmann, Technischer Leiter der DLRG Rolfshagen. Bislang hat die Gemeinde Auetal das 1500 Euro teure Gerät aber noch nicht angeschafft.



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