weather-image
16°

Kooperation der Interessengruppen ermöglicht voneinander zu lernen und Wissen auszutauschen / 15 Teilnehmer erfolgreich geschult

DLRG bildet christliche Jugendleiter zu Rettungsschwimmern aus

Coppenbrügge. Eine Jugendleiterausbildung der besonderen Art fand jetzt bei der DLRG-Ortsgruppe Coppenbrügge statt. Eine Jugendgruppe der evangelischen Gemeinde aus Horn-Bad Meinberg war zu Gast, um eine Ausbildung im Rettungsschwimmen zu absolvieren. Doch bevor die eigentliche Ausbildung in Coppenbrügge begann, wurden die 14- bis 22-jährigen Teilnehmer an drei Abenden in Horn- und Bad Meinberg auf die Rettungsschwimmausbildung vorbereitet, in dem intensiv das Schwimmen, Retten und Tauchen geübt wurde.

veröffentlicht am 12.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:21 Uhr

Voneinander lernen lautete das Konzept der DLRG Coppenbrügge und der Jugendleiter der evangelischen Gemeinde Horn-Bad Meinberg,

Die Idee zu dieser Art der Jugendleiterausbildung kam dem Leiter Nils König aus Hameln, als er begann, mit der Jugendgruppe eine Kanufreizeit in den Herbstferien in Schweden zu planen. Allen fiel auf, dass ihre Boote mit Rettungsschwimmern besetzt werden müssen, um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten und auch, um bei anderen Freizeitaktivitäten in Schwimmbädern oder an Seen Badeaufsichten stellen zu können. Die Rettungsschwimmausbildung umfasst neben einem theoretischen Teil vorwiegend praktische Elemente, die aus verschiedenen Tauch- und Schwimmübungen, Personenrettung sowie Herz-Lungen-Wiederbelebung bestehen. Die Ausbildung übernahmen Jacqueline und Thomas Jäger sowie Marcel und Thomas Ende von der DLRG Coppenbrügge, die ein straffes, anstrengendes, aber abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellten.

Die theoretische Unterweisung konnte im neuen DLRG Vereinsheim in Coppenbrügge erfolgen. Im ersten Block standen die Gefahren am stehenden und fließenden Gewässer, Gefahren am Meer, Gewitter, Schifffahrt, Schleusen, Wassersport auf dem Stundenzettel. Dies mit dem Ziel, diese Gefahren zu (er)kennen und zu vermeiden.

Ein weiterer Schwerpunkt beim Schulbankdrücken während der Ferien lag auf dem Thema „Selbstrettung“, also dem richtigen Verhalten, falls man selbst im Wasser in Gefahr geraten ist. Diese Unterrichtseinheit behandelt beispielsweise Muskelverkrampfungen und Ermüdungen während des Schwimmens.

Im letzten Theorieblock ging es um „Fremdrettung“. Die angehenden Jugendleiter lernten den Ablauf einer Rettung im Wasser und Eis. Rettungs- und Befreiungsgriffe, Verwendung von Hilfsmitteln und die Herz-Lungen-Wiederbelebung wurden erlernt.

Zwischendurch sorgten fleißigen Hände der DLRG Coppenbrügge für stärkende Verpflegung. Da das Hallenbad in Coppenbrügge derzeit aufgrund der aufwendigen Sanierung geschlossen ist, wurde die praktische Ausbildung kurzerhand in die Hallenbäder in Hameln und Salzhemmendorf verlegt.

In Hameln standen samstags Übungen und Prüfungen im Tauchen und Schwimmen auf dem Programm: Anstrengende Elemente des Rettungsschwimmens, wie das Streckentauchen über 25 Meter, mehrfaches Tieftauchen in 3,80 Meter Wassertiefe, Kleiderschwimmen, das Üben der Befreiungsgriffe im Wasser und Herausholen von Menschen aus dem Schwimmbecken rundeten den ersten Ausbildungstag ab.

Nach kurzer Nacht in der Unterkunft in Bad Münder ging es für die Teilnehmer sonntags gleich im Schwimmbecken der Schwimmhalle Salzhemmendorf mit einem ebenso anstrengenden Programm wie dem Streckenschwimmen auf Zeit, Abschleppen in Kleidung und der großen Abschlussübung, in der nochmals alle erlernten Elemente in der Praxis angewendet werden mussten, weiter, berichtet Thomas Ende.

Den Abschluss der Ausbildung bildete der schriftliche Test der neben Fragen zu Atmung und Blutkreislauf, Gefahren am und im Wasser, Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen, Erste Hilfe auch Fragen zu Rechten und Pflichten bei Hilfeleistungen beinhaltet. Nach den praktischen und theoretischen Prüfungen konnte der Ausbildungsleiter Marcel Ende am Sonntagabend das Ergebnis verkünden: Von den 15 Teilnehmern der evangelischen Jugendgruppe aus dem Lipperland bestanden sechs das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze und neun das Rettungsschwimmabzeichen in Silber. Das Rettungsschwimmabzeichen in Silber ist gleichzeitig die Lizenz zur Aufsichtsführung am Wasser.

Neben den Teilnehmern aus Horn-Bad Meinberg nahmen auch drei Teilnehmer aus der eigenen Ortsgruppe teil. Sie gehören zu den zehn Rettungsschwimmern der DLRG Coppenbrügge, die in diesem Jahr in den Sommerferien für vierzehn Tage komplett die Rettungswache am Weißenhäuser Strand an der Ostsee übernehmen und den Strand dort sichern.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?