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100-jähriges Jubiläum der Feuerwehr

DJ Ötzi bringt Lüchtringen zum Kochen

Lüchtringen (cst). Seitdem Lüchtringen im Jahr 854 in den Schriften des Klosters Corvey zum ersten Mal ernannt wurde, führte das kleine Weserdorf ein ruhiges und beschauliches Leben am Rande Westfalens. Doch am Wochenende erlebte des Dorf ein Fest, wie es noch nie da gewesen war.

veröffentlicht am 28.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:21 Uhr

DJ Ötzi holt sich bei seinem Auftritt auch Kinder auf die Bühne.
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DJ Ötzi hatte gerufen – und viele Tausende kamen. Die Freiwillige Feuerwehr erlebte einen Auftakt nach Maß in ihre Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum. Auch wenn am nächsten Morgen bei einigen Feuerwehrleuten der Kopf noch etwas schmerzte, waren sich alle einig: „So etwas gab es hier noch nie.“

Starallüren? Fehlanzeige. Eitelkeit? Keine Spur. DJ Ötzi hatte die Herzen der gut 2800 Besucher im riesigen Festzelt schnell erobert. Gleich zu Anfang bat er alle Kinder aus den vorderen Reihen zu sich auf die Bühne, um mit ihm gemeinsam seinen Hit „Ein Stern“ zu singen. Große Augen und Herzklopfen bei den Kindern. Jeder wurde vom Sänger persönlich begrüßt und sogar Zeit für Autogramme auf der Bühne nahm er sich.

Stimmung ist sein Geschäft, das merkten alle Besucher an diesem Abend. Viele Hunderte Male im Jahr steht Gerry Friedle als DJ Ötzi auf der Bühne und weiß daher, wie man ein voll besetztes Zelt zum Kochen bringt.

Bei dem Auftritt toben die 2800 Zuschauer.
  • Bei dem Auftritt toben die 2800 Zuschauer.

„Wo sind eure Hände, ich will eure Hände sehen“, ruft er in die Menge, die sich auch in Lüchtringen nicht lange bitten ließ und genau wie ihr Star alles gab.

Es wurde gejubelt, getanzt und geklatscht. Man sah 50-Jährige auf den Tischen tanzen, und auch das Thekenpersonal machte mit.

„Er ist einfach super“, kreischen Claudia und Lisa aus Lüchtringen, bevor sie wieder in der tobenden Masse verschwanden, um ihre Stimmbänder auszureizen.

Kein Hit fehlte in gut 75 Minuten Programm. Von „Hey Baby“ über „Anton aus Tirol“, fast jeden Musikwunsch erfüllte der Sänger mit der Strickmütze, die inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden ist, den Fans.

Organisatoren sind zufrieden

Henrik Schäfer aus Lüchtringen hatte sich mit der entsprechenden Kopfbedeckung ausgestattet. Zum ersten Mal sah der junge Fan sein Idol live auf der Bühne und war nach dem Auftritt einfach sprachlos.

Löschgruppenführer Andreas Bohnenpoll war ebenfalls begeistert. Für ihn und seine Brandschützer gab es nach dem Konzert noch ein großes Gruppenfoto mit dem Popstar.

„Die Mühen, die wir seit Anfang 2008 in die Planung gesteckt haben, waren nicht vergebens, das war ein toller Auftakt“.

Es war ein Risiko, den Superstar nach Lüchtringen zu holen – denn große Namen kosten Geld – trotzdem zeigten sich die Organisatoren am nächsten Tag zufrieden.

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