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Abendlicher Ansturm auf das Kleinenbremer Museum / 85 Besucher kommen

Dino-Stimmen aus der Dunkelheit bedeuten eine lange Nachtschicht

Kleinenbremen (ly). Freitagabend, die Dunkelheit legt sichüber das Kleinenbremer Museum für Bergbau und Ergeschichte. Plötzlich kommen sie aus allen Himmelsrichtungen: 85 Menschen wollen sich durch das dustere Museum führen lassen - rekordverdächtig.

veröffentlicht am 16.01.2007 um 00:00 Uhr

Ansturm: Museumspädagogin Susanne Riedmayer (mit Taschenlampe) z

"Mit dem Ansturm habe ich im Leben nicht gerechnet", sagt Susanne Riedmayer, der nach einem Besuch des Kinofilms "Nachts im Museum", in dem die Exponate zum Leben erwachen, spontan die Idee zu der gleichnamigen Veranstaltung gekommen war. Rund 20 Besucher hatte die Museumspädagogin erwartet. Aber 85? So werden aus einer Führung drei, aus geplanten anderthalb Stunden Dauer fast vier. Das bedeutet: Nachtschicht. "Wir sind nicht Hollywood, sondern Kleinenbremen", warnt Riedmayer vor allzu großen Erwartungen. Dennoch darf die Premiere als wirklich geglückt bezeichnet werden. Kurz nach 20 Uhr, eine Gruppe ist bereits unterwegs. Die Wartenden sehen im Medienraum einen Filmüber Dinosaurier, um die Zeit zu überbrücken, ihre Spannung steigt. "Rooooar!" Himmel, ein Geräusch wie aus den Tiefen der Hölle! Durch die Gruppe vor den Salzsteinen, in erster Linie Kinder, geht ein Ruck. Was ist das? Ein Dino natürlich. Genauer: eine Dino-Stimme aus dem Computer, eingespielt von Antonia und Tabea, die Susanne Riedmayer für die "Special Effects" an diesem Abend engagiert hat. Die Petershäger Schülerinnen, beide zehn Jahre alt, haben noch mehr drauf, sie sind auf alles vorbereitet. "Sind die echt?", fragen sich zwei Kinder aus der Gruppe. Irgendwie schon. In der Vitrine stehen diesmal nämlich keine Bergmannspuppen, sondern - Antonia und Tabea. "Komm, wir gehen buttern", beschließen die zwei lebenden Puppen. Buttern, so sagen die Bergleute, wenn sie Pause machen wollen. Nur noch schemenhaft sind Antonia und Tabea in ihrer hellen Kluft zu erkennen. Ein kleines bisschen gruselig ist das alles schon, aber nichtübermäßig. Obwohl: Im Schein von Taschenlampen sieht so ein Mammut ja echt zum Fürchten aus, auch wenn es sich bloß um ein Bild an der Wand handelt. Und wenn dann noch wie im Hollywood-Film ein ferngesteuertes Spielzeugauto durch die Gänge fährt... Nach der Show können viele Kinder ihre Taschenlampen jedenfalls zur Seite legen, weil die Augen in der Dunkelheit schon genug strahlen. Die nächste Veranstaltung im Museum für Bergbau und Erdgeschichte in Kleinenbremen ist die Fossilienbörse am Sonntag, 11. März, von 10.30 bis 17 Uhr.

Schrecksekunde: Schemenhaft taucht ein Mammut aus Dunkelheit des
  • Schrecksekunde: Schemenhaft taucht ein Mammut aus Dunkelheit des Museums auf.


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