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Überraschende Resonanz auf die Ausstellungseröffnung am Freitag im Museum "Eulenburg"

Dino-Schau macht bundesweit Schlagzeilen

Rinteln (ur). Auf dem Weg zur sonntäglichen Redaktionsarbeit kommt dem Schreiber dieser Zeilen sein guter Freund Werner entgegen, an der Seite von Sohn Marius, einem jungen Mann im allerbesten Grundschulalter. Natürlich wird der Junior zu Gruß und Handschlag aufgefordert, hält die Hand aber entschieden zurück. Nicht etwa aus Trotz, sondern weil er dort unglaubliche Schätze birgt: Zwei versteinerte, Millionen Jahre alte Haifischzähne, die er als junger Forscher in der "Entdeckergrube" der aktuellen Dinosaurier-Ausstellung im Museum "Eulenburg" gefunden hat und ganz offiziell behalten durfte.

veröffentlicht am 24.11.2008 um 00:00 Uhr

Der Triceratops "bewacht" den Eingang zum Museum. Fotos: tol

Schon bei der gut besuchten Eröffnung am Freitagabend konnte sich kaum einer der Anwesenden der Magie der vorhistorischen Fundstücke und ihrer zeitgemäßen Präsentation entziehen - und rechnen darf Museumsleiter Dr. Stefan Meyer wohl damit, dass diese Faszination kein Strohfeuer bleiben wird. In mehreren niedersächsischen Tageszeitungen, aber auch in den Medien des Nachbarbundeslandes NRW wurde das Dino-Thema mit Verweis auf die Exponate in Rinteln umfassend dokumentiert. Und selbst in großen überregionalen Tageszeitungen wie der "Welt" tummelten sich die Saurier aus dem Schaumburger Land und Rinteln in fast halbseitigen Beiträgen und werben damit für den Besuch - zum Beispiel mit der Schlagzeile "Sensationen im Museum Eulenburg". Wenn man überlegt, mit welch vergleichsweise geringen Mitteln und bei freundlicher Unterstützung durch den Dinopark in Münchehagen diese Schau jetzt schon ein solches Echo gefunden hat, dann liegt das zum einen sicher auch an den aktuellen Funden bei Obernkirchen - aber auch daran, dass man ein Thema entdeckt und publikumswirksam aufbereitet hat, dass offenbar "in der Luft lag". Hier hat Museumsleiter Dr. Stefan Meyer bewiesen, wie schon bei der Lego-Ausstellung, die ein überraschender Erfolg wurde, und vor allem bei der Sonderausstellung "Staatsbesuch", mit zum Teil skurrilen Ausstellungsstücken, dass er ein Gespür dafür hat, was die Menschen sehen wollen, was sie anzieht und interessiert. Zieht man dabei den Vergleich zum Historien-Debakel "Erlebniswelt Renaissance", das es trotz der Investition von Millionensummen nie geschafft hat, aus den Negativschlagzeilen herauszukommen und insgesamt eher Anti-Werbung für das Weserbergland war, so wird in entschiedener Weise deutlich, dass Authentizität und lokales Engagement sich auf Dauer auszahlen. Eher jedenfalls, als die technischen Mätzchen einer Event-Kultur, die einem von vorbeiziehenden Rattenfängern aufs allzu blaue Auge gedrückt wird. Die Ausstellung ist geöffnet dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr, sonntags von 10 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr. Für Gruppen (Tel. 05751/41197) auch außerhalb dieser Zeiten.



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